
Holger Müller, Angelmann und Mark Pudenz -mpu-, Malteser Rettungsdienst Jesberg ©Wittke-Fotos-nh24
Zweite Auflage des 24-Stunden-Radelns ĂĽbertrifft Erwartungen
JESBERG | BORKEN. Das von den Mitarbeitern der Malteser Rettungswache Jesberg organisierte 24-Stunden-Radeln hat auch in seiner zweiten Auflage groĂźen Erfolg verzeichnet. Insgesamt 17 Rettungsdienstmitarbeiter und sechs externe UnterstĂĽtzer sammelten gemeinsam 2115 Kilometer. Am Ende stand eine Spendensumme von 5.350 EUR zugunsten des Angelman e.V.
Auftakt in Kerstenhausen
Der Startschuss fiel am Freitagabend um 17 Uhr in Borken-Kerstenhausen. Von dort aus fuhren die Teilnehmer auf verschiedenen Routen über Jesberg, Wabern, Fritzlar, Bad Wildungen, Bad Zwesten, Dillich und Borken. Die Strecken konnten individuell kombiniert werden. Manchmal verirrten sich Radler, was zu zusätzlichen Kilometern führte – diese kamen der Spendensumme zugute. Trotz der sportlichen Belastung kamen alle Teilnehmenden am Ende erschöpft, aber unverletzt zurück nach Kerstenhausen.

BĂĽrger beteiligen sich
Neben den Rettungsdienstlern nahmen auch Bürger aus Jesberg, Bad Zwesten und Bad Wildungen die Gelegenheit wahr, mit eigenen Rädern für den guten Zweck zu starten.
SpendenĂĽbergabe an Angelman e.V.
Bei der SpendenĂĽbergabe informierte Holger MĂĽller, erster Vorsitzender des Angelman e.V., ĂĽber das Angelman-Syndrom sowie die Arbeit des Vereins. Die Organisation wurde 1993 von Eltern gegrĂĽndet und unterstĂĽtzt unter anderem Forschungsprojekte.
Vergleich zum Vorjahr
Bereits 2024 hatten die Jesberger Retter zum ersten Mal in die Pedale getreten. Damals wurden 1500 Kilometer für den „Herzenswunsch-Krankenwagen“ erradelt und 3.000 EUR gesammelt. Für 2026 ist eine dritte Auflage fest eingeplant, das Förderprojekt steht jedoch noch nicht fest.
Hintergrund Angelmann-Syndrom:
Das Angelman-Syndrom (AS) ist die Folge einer seltenen angeborenen genetischen Veränderung auf dem Chromosom 15. Die Erkrankung betrifft beide Geschlechter gleichermaßen und tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1 zu 15.000 Geburten auf.
Typisch für das Angelman-Syndrom sind eine deutlich verzögerte körperliche und geistige Entwicklung sowie eine stark eingeschränkte Lautsprachentwicklung. Auffällig ist zudem ein charakteristisches Erscheinungsbild: Viele Betroffene zeigen einen fröhlichen Gesichtsausdruck, lachen häufig und strecken dabei teils die Zunge vor.
Auch die motorischen Fähigkeiten sind beeinträchtigt. Bewegungen wirken oft steif und ruckartig, hinzu kommt das charakteristische Hochreißen der Arme, das den Betroffenen das Laufen zusätzlich erschwert. (wal)










