
©Foto: Uwe Dittmer | nh
HOMBERG (EFZE)-WELFERODE. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses (DGH) Homberg (Efze)-Welferode hat früher als geplant begonnen. Im Rahmen der „Dorfentwicklung“ wird das Gebäude modernisiert und erweitert, um auch künftig als Treffpunkt der Dorfgemeinschaft zu dienen. Der Abschluss der Arbeiten ist für Herbst 2025 vorgesehen.
Vor dem Umbau räumte ein 15-köpfiges ehrenamtliches Team das Gebäude aus. Die Bauarbeiten begannen am 4. März mit Erd-, Abbruch- und Rohbauarbeiten. Geplant sind ein Lager- und Backhausanbau, eine Modernisierung des Sanitärbereichs inklusive barrierefreier Toilette sowie eine Erneuerung der Küche und Elektroinstallationen. Auch Fenster, Türen, Heizung und Dämmung werden auf den neuesten Stand gebracht. Der Außenbereich wird neu gestaltet.
Das Projekt wird durch Fördermittel der „Dorfentwicklung“ und der „energetischen Modernisierung kommunaler Nichtwohngebäude“ finanziell unterstützt.
Hintergrund:
Im Jahr 2019 wurden im Rahmen der Dorfmoderation in vier Veranstaltungen die Handlungsbedarfe im Dorf erörtert. Im Abschlussbericht der Dorfmoderation vom 22. Januar 2020 wurden folgende Projekte aufgezählt. Dazu zählten unter anderem an erster Stelle die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, die Außenanlagen des DGH mit einem Anbau eines Backhauses mit Lager und der Ausbau der Straßen Finkenweg, Panoramaweg, Vogelsang, Fasanenallee. Erste Maßnahmen wie der Straßenendausbau im Finkenweg, Panoramaweg und „Am Vogelsang“ sind abgeschlossen.
DGH soll lebendiges Zentrum der Dorfgemeinschaft bleiben
Jetzt ist das DGH an der Reihe. Es soll als lebendiges Zentrum der Dorfgemeinschaft erhalten bleiben. Das DGH wurde Ende der Siebzigerjahre erbaut. Im DGH finden neben privaten Festen und Veranstaltungen der Dorfgemeinschaft auch zweimal im Monat ein von der Dorfgemeinschaft initiiertes Dorfcafé statt, zu dem insbesondere Ältere aus dem Dorf gerne kommen und sich austauschen.
Diejenigen Personen, die an der Dorfmoderation teilgenommen haben, sind mit dem Dorfgemeinschaftshaus zufrieden: Der Standort ist – zwischen den beiden Teilen des Dorfes – optimal und auch die Raumaufteilung gefällt insgesamt gut. Zudem ist die barrierefreie Gestaltung gerade für die Nutzung durch ältere Menschen von Vorteil. Im Außenbereich gibt es ausreichend Parkplätze, und der Kinderspielplatz – der bei Festen gerne genutzt wird – ist nicht weit entfernt. Allerdings gibt es Bereiche, in denen Erneuerungsbedarf im DGH besteht.

Dieser Erneuerungsbedarf im DGH wurde im Moderationsprozess identifiziert:
Die Küche:
Die Küche ist in die Jahre gekommen, die Arbeitsplatten sind zu niedrig und es fehlt eine Geschirrspülmaschine. Die Küche wird räumlich vergrößert. Das bedeutet, dass Wände herausgenommen wurden und der vorherige Flur somit nicht mehr existiert. Innerhalb der Küche ist eine komplette Erneuerung der Möblierung und Geräte erforderlich.
Neustrukturierung der Innenräume:
Der große Saal soll in seinen Nutzungsmöglichkeiten erhalten bleiben. Der kleine Sitzungssaal wird zum Stuhllager.
Bei großen Feierlichkeiten mit mehr als 100 Personen wird das Buffet im Foyer aufgebaut. Als „Ersatz“ zum kleinen Sitzungssaal soll das Foyer genutzt werden. Dort findet bereits immer das Dorfcafé statt und bei einer erneuerten Fenster- und Türsituation und einer guten Heizmöglichkeit ist das Foyer weniger zugig. Außerdem wird im Foyer eine Art Windfang entstehen, der als Pufferzone zwischen außen und innen fungieren soll.
Aufgrund der Größe des Foyers kann dieses somit besser ausgenutzt werden. Das Foyer soll ebenfalls als Sitzungsraum etabliert werden.

Sanierung des Sanitärbereichs:
Im Rahmen der Sanierung der Toiletten ist die Einrichtung einer Behindertentoilette erforderlich.
Anbau eines Lagers:
Aufgrund der begrenzten Lagerkapazitäten für Bierzeltgarnituren u. ä. wird ein Anbau im Zuge der Sanierung entstehen. Der Lagerraum soll unbeheizt und ungedämmt bleiben. Zur Belichtung soll ein kleines Fenster im Lagerraum vorgesehen werden.
Neubau des Backhauses:
Das Backhaus soll zum DGH verlegt werden. Das alte Backhaus ist größentechnisch in Ordnung, allerdings gibt es Probleme mit eintretender Feuchtigkeit und fehlender Infrastruktur wie der Wasser- und Stromversorgung und fehlender sanitärer Anlagen. Die Backvorbereitungen werden bereits in der Küche des DGHs vorgenommen. Eine Anbindung und ein Anbau an das DGH ist deshalb sinnvoll. Das neue Backhaus soll etwa die Größe von einer Garage umfassen und Kapazitäten für das Backen von rund 40 Broten besitzen.
Im Außenbereich soll eine neue Terrasse zur Westseite entstehen, mit einem Ausgang vom Saal. Außerdem soll am neuen Anbau ein überdachter Bereich entstehen, der zum Schutz bei schlechtem Wetter dienen soll.

Energetische Sanierung:
Das DGH ist in einem schlechten energetischen Zustand, der Energieverbrauch ist sehr hoch und durch die Nutzung wird neben den Kosten auch eine hohe Umweltbelastung verursacht.
Mit der Sanierung des Gebäudes wird eine energetische Sanierung erfolgen – neben einer Dämmung der Außenwände gehört hierzu auch der Austausch der vorhandenen Fenster und Dämmung des Daches. Diese Maßnahme gehört zum Gesamtkonzept der Umbaumaßnahme, wird jedoch über das Förderprogramm „Energetische Modernisierung kommunaler Nichtwohngebäude“ abgewickelt. (wal)

