
©Foto: Bürger / nh
HOMBERG/EFZE. Der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises stellt jeweils 15.000 EUR für die Hilfe in den Erdbebengebieten in Syrien und der Türkei bereit. Landrat Winfried Becker ruft zudem zu benötigten Sachspenden auf.
Anfang Februar kam es zu einem verheerenden Erdbeben auf dem Staatsgebiet der Türkei und Syriens. Die Naturkatastrophe hat mehrere 10.000 Menschenleben gefordert – dazu haben Millionen türkischer und syrischer Staatsbürger ihr Zuhause verloren und sind ohne Obdach. Die weltweite Anteilnahme und Hilfe sind groß.
Auch der Schwalm-Eder-Kreis hilft und hat bereits kurz nach der Katastrophe elf Paletten mit Hilfsgütern wie Feldbetten, Bettdecken, Nitrilhandschuhen sowie Spritzen mit Nadeln an die Erdbebenhilfe Kassel übergeben und auf den Weg in das Erdbebengebiet geschickt. Kürzlich besuchte Landrat Becker die Erdbebenhilfe Kassel und machte sich vor Ort ein Bild von der privat organisierten Hilfe.

„Ich bin beeindruckt, wie schnell hier konkrete Hilfe organisiert wurde. Das Leid der Erdbebenopfer ist unermesslich und wir alle sind aufgefordert zu prüfen, wie wir helfen können. Ich schließe mich dem Aufruf, weitere Sachspenden zur Verfügung zu stellen, gerne an. Klar ist aber, dass solche Spendenaktionen gesteuert werden müssen. Deshalb bin ich der Erdbebenhilfe Kassel mit ihrer privaten Initiative sehr dankbar“, erklärt Landrat Winfried Becker.
Neben der materiellen Hilfe stellt der Schwalm-Eder-Kreis außerdem auch finanzielle Mittel bereit. So hat der Kreisausschuss beschlossen, insgesamt 30.000 Euro für die Erdbebenopfer freizugeben. Jeweils 15.000 Euro sollen für die humanitäre Hilfe in den betroffenen Gebieten in Syrien und der Türkei eingesetzt werden.
Folgende Sachspenden werden in erster Linie benötigt:
· Generatoren
· Heizgeräte
· Decken
· Container
· Toilettencontainer
· Schlafsäcke
· Feldbetten
· Winterfeste Zelte (mindestens 16 Quadratmeter)
Die Erdbebenhilfe nimmt ausschließlich Sachspenden entgegen. Unterstützung benötigt die Erdbebenhilfe Kassel zudem beim Transport von Hilfsgütern von Kassel zum Flughafen Frankfurt/Main. Speditionen, die helfen möchten, können sich direkt an die Erdbebenhilfe Kassel wenden.
Kontakt:
Erdbebenhilfe Kassel:
Semiha Kasapoglu
Handy: 0176 84699370
E-Mail: semiha.kasapoglu@gmx.de
Das Bild: An der Verpackungsmaschine, um gespendete Hilfsgüter sicher auf Paletten für den Transport per LKW vorzubereiten: (v. li.) Landrat Winfried Becker ließ sich von Nurcan Inan, Gökhan Mete, Ihsan Cetinkaya und Murat Cetinkaya von der Erdbebenhilfe Kassel vor Ort zeigen, wie die Hilfsgüter verpackt werden, um sie in das Erdbebengebiet zu bringen. (wal)

3 Kommentare
@ Uffbasse
Als Spender nutzt man doch keinen unbekannten als Kontaktmann, der die Spenden entgegennimmt, da wendet man sich auch bei Sachspenden an eine der bekannten Hilfsorganisationen vor Ort. Menschen in Not zu helfen ist erstmal ein Ziel aller Spender. Das gilt für Obdachlose, und Hungernde, wie für Flüchtlinge und Kriegsversehrte. Nichts anderes tuen die Regierenden aller politischen Ebenen. Da treffen keine Medien, wie BILD, WELT, oder FOCUS keine Vorentscheidung, sondern die staatlichen Stellen die ihre beamteten Fachleute vor Ort haben, wie Botschaften und Konsulate. Wenn Flüchtlingsströme illegal unterwegs sind, dann wird am Ende der Flucht ermittelt, wer bleiben kann und wer nicht bleiben darf. Erstmal haben die Stiftungsgelder und Maskengewinnler nichts mit den Spenden zu tun, eher im Gegenteil, denn da geht es um Gelder, die aus anderen Kanälen ins Land gekommen sind, wie die großen Spenden an die AfD, die jetzt zurückgezahlt bzw. bestraft werden. Das was jetzt für die Türkei und Syrien gespendet werden soll ist in der Ahrregion nicht so nötig wie in den Empfängerländern. Die Bürger im Ahrtal haben eher Hilfe in der Beschleunigung der Genehmigungen von Baugebieten und dem Wiederaufbau nötig. Baumaterial und Fachkräfte fehlen. Damals wurde auch geholfen, NH24 berichtete wochenlang darüber, welche Feuerwehren und THW Abteilungen aus Nordhessen vor Ort geholfen haben. Es wurden öffentlich und privat Spenden gesammelt und an Verwandte übergeben und an Sammelstellen geliefert. Verwandte von mir haben, wie viele andere aus der Region, bei der Sachspendenorganisation geholfen. Man ist doch immer wieder überrascht, wie wenig hier einige Leute über die Organisation von Hilfeleistungen wissen, sich aber über jeden anderen erheben, Vor allem West-Deutschland hatte nach 1945 soviel Hilfe aus aller Welt erhalten, auch aus Ländern, die von der Wehrmacht besetzt waren. Das wurde bis heute nie richtig gewürdigt.
UFFBASSE
Sie haben ja so recht, wenn ein Pfaffe in Rumänien rechtswidrig Spenden verkauft, sollte man der ganzen Welt mit einem Hinweis darauf den Geldhahn zudrehen. Ihnen kann man nicht mehr helfen, dass ist nur asozial was Sie hier schreiben, Sie stehen ausserhalb einer Gesellschaft
Geht der Wahlkampf in Hessen schon los? Hätte mich nicht gewundert, wenn Faeser mit auf dem Bild gewesen wäre aber die muss ja ihre linke (extreme?) Einwanderungspolitik grade beim Treffen der EU Minister über Aussengrenzen verteidigen.
Gibt es eig schon Schätzungen, wie viele Syrer, Afghanen, Nordafrikaner sprich Matlu, Ukrainer und Türken in Fremd äh Deutsch land in 2023 aufgenommen und das Sozialsystem inclu Ärzte und Rechtsanwälte auf Steuergelder hier genießen werden ?
Mitleid habe ich für Kriegsgebiete und Unwetterkatastrophenbetroffene, klaro.
nix für Ungut aber ein mir Bekannter hat in seiner Freizeit vor xx Jahren Spenden mitm 40 Tonner nach Rumänien geliefert, vor Ort in der Kirche abgeladen. Es stellte sich heraus, dass der Pfaffe die kostenlosen Spenden verkauft hat!
Wenn ich mir die Machenschaften der deutschen Politik mit Lobbyisten anschaue, Schwesig mit dieser dubiosen Stiftung, Maskenaffären IN Deutschland kann man sich ausrechnen wie viel Spendengeld im Ausland tatsächlich ankommt.
Viell könnte Herr SPD Becker ja mal ins Ahrtal fahren mit diesem Artikel im Gepäck und das Gespräch dort mit Betroffenen suchen. Hat der Landrat dort auch damals geholfen?
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