Kolumne
DIE KOLUMNE: Advent 2014 Drucken E-Mail
Donnerstag, den 20. November 2014 um 17:19 Uhr

Rainer Sander Schwalmstadt. So kurz vor dem ersten Advent ist die Stimmungslage noch verhalten festlich oder weihnachtlich. Die Nachrichten sind auch nicht so gut, Kriege und Auseinandersetzungen, die nicht enden, beherrschen den Nahen und Mittleren Osten, Panzer und Raketen die Ost-Ukraine, Muskelspiele Korea und Afrika. Dort bereitet sich mit Ebola außerdem der gefährlichste Virus dieser Tage aus. Europa kriselt, Autos brennen und gegen Regierungen wird demonstriert.

Schotten in Großbritannien, Flamen in Belgien und Katalanen in Spanien diskutieren Unabhängigkeit. Die Wirtschaft schwächelt, in Deutschland gehen die Wachstumsprognosen rückwärts und manche Politiker überlegen denen den Mund zu verbieten, die solch schlechte Nachrichten mit Politik in Verbindung bringen.

Noch rechtzeitig, bevor als Folge von Rezession wieder Lohnverzicht gepredigt wird, versuchen vor allem Mini-Gewerkschaften mit dem größtmöglichen Chaos das höchstmögliche Gehalt herauszuschlagen. Piloten, Lokführer oder nimmermüde bei Kik und Amazon kämpfen und streiken, als stünden sie am Rande ihrer Existenz. So richtig positive Signale gibt es also gerade jetzt kaum und dennoch sind die Deutschen glücklicher als viele andere!

Der Islam kämpft gegen das Christentum und umgekehrt, Hass und Unverständnis, Intoleranz und Feindseligkeit breiten sich vor Weihnachten immer mehr aus. Hass gegen jeden, der anders ist, Wut gegen jeden, der anders denkt und Zorn über alle anderen Kulturen. Wer in den letzten Wochen aufmerksam die Medien verfolgt, dem fällt es – zumindest jetzt noch – schwer, echte Weihnachtsstimmung zu entwickeln und Advent zu feiern.

Aber warum eigentlich nicht? Schließlich sind es die Tage und Wochen, in denen etwas auf uns zukommt, was größer ist, als unsere Sorgen. Die Botschaft, dass es anders wird, wenn wir es wollen und vor allem zulassen, hat über zwei Jahrtausende auf dieser Welt bereits eine Menge verändert. Auch wenn nicht leicht ist, das Evangelium zu leben – selbst für diejenigen, die es predigen – so erlebt die Welt von den Eroberungskriegen im Altertum bis zum düsteren Mittelalter – in dem ständig jeder gegen jeden zu Felde zog – bis heute eine Welt, die stetig ein wenig friedlicher wurde. Und immer dann, wenn die Zweifel daran größer werden, ob es diesmal nicht doch anders ist, kommt vielleicht auch etwas Hoffnungsvolles und Friedliches: Das ist Advent!

Ihr

Rainer Sander

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