Kolumne
DIE KOLUMNE: Ups… Drucken E-Mail
Mittwoch, den 25. Februar 2015 um 20:27 Uhr

Rainer SanderSchwalmstadt. Ist das jetzt der letzte große Angriff auf das Abendland mit seiner christlichen Kultur? Pegida, auf geht’s! Blüht uns am 23. Dezember 2022 das Endspiel der Fußballweltmeisterschaft zwischen Qatar und Saudi-Arabien?

Erleben wir am Vorabend des Heiligen Abends, mitten im heiligen Advent, auf dem heiligen Fußballrasen, ein neues Mekka im islamischen Katar? Dort überstrahlen Kopftuch, Krummdolch und Dschihadistenbärte die christlichen Werte der Fußballwelt. Und Aladins Wunderlampe ersetzt den Adventskranz?

Offiziell hat die FIFA, der Weltfußballverband, plötzlich – Jahre nach der Vergabe – erst gemerkt, dass es im Persischen Golf im Sommer echt voll warm ist. Wärmer als in Bern oder Mailand und sogar wärmer als in Rio de Janeiro. Ups! Das hätte der Bewerber ja auch mal sagen können, statt mit Petro-Dollars zu winken. Ok, wer sich die Weltmeisterschaft kaufen kann, der bekommt auch den Wetterbericht in den Griff. Und am Ende auch die FIFA. Wer „A“ sagt muss auch „B“ sagen, schließlich ist ja alles mit rechten Dingen zugegangen.

Qatar, das im Verdacht steht, auch den IS finanziell zu unterstützen, erlebt die erste Winter-WM und weltweit hören wir das Klagen. Vielleicht sind doch noch ein paar Fragen zu klären? Sind weibliche Fans im islamischen Fußballstadion zugelassen? Wird ein ungläubiger (Christ, Jude oder Atheist) nach der Scharia mit Fußabhacken bestraft, wenn er einen gläubigen Moslem foult? Entfallen im Gegensatz dazu Elfer und Freistoß, wenn es einen Christen oder Buddhisten trifft? Was ist eigentlich, wenn sich Israel qualifiziert und gleichzeitig die Hamas Raketen abschießt?

Die bundesdeutsche Gastronomie wird’s freuen, denn statt Public Freezing im Freien, gibt es Glühwein-Partys und Adventskranz-TV in den Sälen und Nebenräumen der Kneipen oder Restaurants. Aus langweiligen Betriebsweihnachtsfeiern werden Fußball-Events. Nur die Weihnachts-Gans muss plötzlich mit Falafel, Couscous und Fladenbrot, Hommos und Fattoush konkurrieren. Christliche Küchenwerte Adieu…?

Zuvor haben wir aber noch eine ganz normale Fußball-WM 2018 im demokratischen Russland. Zwischen Kalaschnikow und Kurzstreckenraketen ist es in Rostov am Don – in Reichweite der Geschosse aus der Ostukraine - urgemütlich. Und ohne deutsches Bier - wegen der Sanktionen – wird es garantiert auch nicht trocken: Der Krimsekt ist ja wieder russisch.

Ihr

Rainer Sander

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