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Geschrieben von: Dr. Gisela Heimbach
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Dienstag, 09. Februar 2010 um 11:30 Uhr |
Kassel. Andrea Habitzl lacht wieder und ist überglücklich. Das war in den vergangenen Jahren anders. Ein Bandscheibenvorfall zwischen dem 5. und 6. Halswirbel verursachte Tag und Nacht heftige Schmerzen. Taubheit und Kraftlosigkeit im rechten Arm kamen hinzu. Andrea Habitzl konnte Kopf und Hals nicht mehr bewegen. Das Leben der 42-jährigen Altenpflegerin aus Niedenstein war eine einzige Qual. Doch es gab eine Lösung für ihr Problem: eine Bandscheibenprothese der neuesten Generation.
Schlichter Name – große Wirkung Der schlichte Name des Implantats „M6“ leitet sich ab von „Motion 6“. Es bedeutet, dass die Prothese alle sechs Bewegungsebenen einer natürlichen Bandscheibe täuschend echt nachahmt. Die „M6“ ist das erste Implantat auf dem Markt, das diese Bewegungsqualität aufweist, so dass die umliegenden Bandscheiben und Wirbelkörpersegmente nicht zusätzlich belastet werden. Der Leiter der Wirbelsäulenchirurgie der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel, Ulrich Schmitz-Sieg, zählt weitere Pluspunkte auf: „Sie ist der Anatomie und Funktion der natürlichen Bandscheibe täuschend ähnlich. Ein hochelastischer Kunststoffkern hält wie der natürliche Gallertkern der Bandscheibe dem Druck stand und hat sehr gute Dämpfungseigenschaften. Den natürlichen Faserknorpelring imitiert ein gewebter Ring aus Polyethylen, der durch eine weitere Umhüllung mit hochelastischem Kunststoff die Prothese nach außen hin abschirmt und das Eindringen von Gewebe verhindert. Verankert wird die Prothese oben und unten mit zwei speziellen Titanplatten, so dass der Knochen optimal am Implantat anwachsen kann.“
Schnell wieder fit Nach einem etwa 4 cm-langen Schnitt an der Halsvorderseite wird die beschädigte Bandscheibe entfernt, der Wirbelkanal und die abgehenden Nervenwurzellöcher entlastet und das Implantat an dieser Stelle eingesetzt. Gleich nach der OP konnte Andrea Habitzl Kopf und Hals schon wieder gut bewegen. Sie benötigte keine Schmerzmittel, auch keine Stützbandage und war nach fünf Tagen wieder daheim. Nach wenigen Wochen hat sie unter professioneller Anleitung begonnen, ihre geschwächte Hals- und Schultermuskulatur wieder aufzubauen. Die Patientin hat ein großes Stück Lebensqualität zurück gewonnen. Denn die Alternative wäre eine Versteifung des betroffenen Wirbelsäulensegments mit entsprechender Bewegungseinschränkung gewesen.
Ansprechpartner: Ulrich Schmitz-Sieg Leiter der Wirbelsäulenchirurgie der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel Wilhelmshöher Allee 345 34131 Kassel Tel: 0561/3084-0 |
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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 09. Februar 2010 um 11:41 Uhr |