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A5: Geisterfahrer (79) verursacht schweren Unfall Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 06:24 Uhr

©Foto: Philipp Weitzel | nh2415 Minuten fuhren alle an der Unfallstelle vorbei
ALSFELD.
Ein Geisterfahrer (79) prallte am frühen Mittwochmorgen auf der Autobahn 5 zwischen nh24 Fotostreckedem Hattenbacher Dreieck und der Anschlussstelle Alsfeld Ost mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammen.

»Beide Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt«, wie ein Polizeisprecher in Fulda berichtet. Nach dem Unfall soll gut 15 Minuten lang niemand an der Unfallstelle angehalten und den Unfallopfern geholfen haben. »Die ersten Beamten leisteten den beiden Männern Erste Hilfe und musste den Streifenwagen querstellen, da selbst Lkw-Fahrer versuchten, ihr Fahrzeuge durch das Trümmerfeld zu manövrieren«, sagte uns ein Polizeisprecher an der Unfallstelle. Die unglaublichen Szenen wurden wenig später noch getoppt, als im Stau keine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst gebildet wurde. Mit Martinhorn und Blaulicht kämpften sich die Retter teilweise im Schneckentempo zur Unfallstelle. „Es war wirklich belastend für die Unfallopfer, sie warteten eingeklemmt auf Hilfe“, so der Beamte.

An Rastanlage in falsche Richtung aufgefahren

Der 79-jährige BMW-Fahrer aus dem Landkreis Mettmann fuhr vermutlich an der Tank- und Rastanlage Berfa (zwischen dem Hattenbacher Dreieck und Alsfeld-Ost) entgegen der Fahrtrichtung auf die A5 in Richtung Kassel auf. Aus der Gegenrichtung kam ihm ein weißer BMW X5 aus dem Landkreis Herford, auf der linken Fahrspur entgegen. Auf der rechten Fahrspur fuhr noch ein polnischer Lkw. Der Fahrer des BMW X5 muss plötzlich den entgegenkommenden Pkw bemerkt haben und versuchte noch auf die rechte Fahrspur zu wechseln, schaffte dies aber nicht mehr. Es kam zum Frontalzusammenstoß beider Autos.

Schwierige Rettung

Das Fahrzeug des Unfallverursachers ©Foto: Philipp Weitzel | nh24Für die Rettung der Eingeklemmten musste die Feuerwehr hydraulische Rettungsgeräte einsetzen. Wie Kirchheims Gemeindebrandinspektor Thomas Schneemilch schilderte, konnte der unfallverursachende Fahrer relativ schnell aus seinem Fahrzeug befreit werden. Dem entgegen gestaltete sich die Rettung des Unfallopfers im zweiten Auto sehr schwierig. Über eine Stunde kämpften die Feuerwehrleute gegen die hochmoderne Stahlkarosserie, in welcher der Fahrer im Bereich der Beine eingeklemmt war. „Wir mussten alle zur Verfügung stehenden Rettungsmittel unseres Rüstwagens und Hilfeleistungslöschfahrzeug einsetzen“, sagte der Gemeindebrandinspektor. Mit hydraulischer Rettungsschere, Spreizer samt Kettensatz, Rettungszylindern und Pedalschneider konnten die Einsatzkräfte den Verunfallten aus dem Fahrzeugwrack retten. Zur Versorgung der schweren Verletzungen waren zwei Notärzte sowie mehrere Rettungsteams aus den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Vogelsbergkreis im Einsatz. Die beiden Männer kamen in Krankenhäuser nach Bad Hersfeld und Alsfeld.

Neben mehreren Streifen der Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld, war auch eine Streife der Polizeistation Alsfeld vor Ort. Zur Rekonstruktion des Unfalls wurde von der Staatsanwaltschaft ein Gutachter beauftragt. Die A5 war nach dem Unfall in Fahrtrichtung Frankfurt für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Führerschein des 79-jährigen Falschfahrers wurde beschlagnahmt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 70.000 Euro.

Lkw verunglückte: Wildschwein-Rotte überquerte Autobahn

©Foto: Philipp Weitzel | nh24Zuvor verunfallte ein Lastwagen mit Anhänger auf dem Weg in Richtung Kassel. Das Gespann walzte in der Gemarkung von Gemünden (Felda) mehrere Meter Leitplanke nieder. Bei der Schleuderpartie kippte der voll beladene Anhänger des Lastwagens um, der Fahrer blieb unverletzt. Wie ein Polizeisprecher informiert, hatte der Fahrer versucht einer Rotte Wildschweine auszuweichen.
Zur Bergung musste ein Abschleppdienst mit Kranwagen anrücken, dabei kam es zu kurzzeitigen Vollsperrungen der A5. (wal | pw)

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. Mai 2017 um 11:41 Uhr
 

Kommentare

 
+77 # gast 2017-05-10 09:05
Ich finde es traurig, dass man immer öfter liest, das die Rettungskräfte es immer schwerer haben, zu den Unfallopfern zu gelangen. Man sollte daran denken, das es jeden treffen könnte und froh ist, wenn einen geholfen wird.
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+71 # *S 2017-05-10 09:45
Ich finde es erschreckend, dass Menschen so ignorant sein können und tatsächlich 15 min keiner angehalten hat.
Die Menschen hätten in der Zeit sterben können.. traurig sowas.
Nichts rechtfertigt so ein Verhalten.
Jeder der dran vorbei gefahren ist sollte sich wirklich schämen!
Ich wünsche den Opfern gute eine Genesung.
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+55 # Nordhesse 2017-05-10 12:36
Zu so einem Verhalten sollte die Regierung neue Strafen erlassen und schon würde es funktionieren. Zu Rettungsgasse blockieren 3 Monate Fahrvebot und für dieses grob fahrlässige verhalten nicht zu helfen Fürherschein Entzug mit MPU
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+26 # Werner Kalbfleisch 2017-05-10 17:08
Bei so einem verhalten muss hohe Geldstafen geben und Fahrverbote um allen scheissmachen sie sich in der Poltik Gedanken und wo es wichtig wäre da höhrt man nichts als leere Worte.
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-72 # KO 2017-05-10 17:19
Vielleicht haben die Autofahrer die vorbeigefahren sind den Unfall nicht richtig bemerkt. Man fährt auf der Autobahn nun mal schneller als auf der Landstraße. Außerdem kann man nicht anhalten und wenden. Mit dem Handy telefonieren darf man auch nicht. Viele wissen auch nicht, wie man so einem Verletzten helfen soll. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als auf den nachfolgenden Verkehr zu hoffen. Und seien wir ganz ehrlich, wer will schon mit dem Leid der Anderen konfrontiert werden.
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+37 # Ziegenhainer 2017-05-10 19:15
1.es gibt einen Standstreifen
2.ist man verpflichtet anzuhalten
3.man kann nichts falsch machen außer man macht nichts ( Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar)
4.beim Führerschein hat jeder mal erste Hilfe gemacht
5.alles nur (beleidigendes Wort) Ausreden von ihnen
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+50 # Ein Retter 2017-05-10 19:25
Wenn ich schon so einen Schwachsinn lese.
Niemand erwarte Wunder von einem Ersthelfer.
Wie ja eindeutig zu lesen ist hat selbst eine in der Unfallrettung so routinierte und erfahrene Feuerwehr wie Kirchheim arge Probleme den Verunfallten zu retten. Da kann ein Ersthelfer verm. nicht sonderlich mehr machen.
Aber anhalten unf wenigstens dem Betroffenen das Gefühl geben, dass jemand da ist reicht in 90% der Fällen völlig aus.

Und direkt das nächste- haben Sie mal eine Straße nach so einem Unfall gesehen?
Da sind meistens Unmengen an Trümmern verteilt, die Fahrzeuge stehen auf mehreren Spuren und es bildet sich ein massiver Rückstau.
Das was laut ihrem Kommentar eine scheinbar normale und vertretbare Reaktion seien soll stellt neben einer moralisch völlig unvertretbaren Handlungsweise auch einen Straftatbestand nach Par. 323c StGB-"Unterlass ene Hilfeleistung" dar und kann mit bis zu 12 Monaten Freiheitsentzug geahndet werden.

Und bezüglich des Telefonierens am Steuer bei einem Notruf empfehle ich Ihnen als Bettlektüre den Para. 34 StGB.

Ich hoffe, dass mir niemals ein Unfall passiert und keiner hilft. Der Gedanke alleine, völlig der Hilflosigkeit ausgesetzt in so einer Situation zu stecken lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufenY
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-54 # KO 2017-05-10 22:11
Aber man braucht sich auch nicht selbst in Gefahr bringen. Dazu ist man rechtlich nicht verpflichtet. Auf der Autobahn anhalten ist nun mal gefährlich. Außerdem besteht bei Blut Ansteckungsgefa hr z.B. mit Aids.
Deshalb muß anrufen genügen. Das Retten überlasse ich den Profis.
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+28 # Martin_Horn 2017-05-11 01:58
Es ist doch immer wieder erquickend von Menschen mit solch einer hoch entwickelten soziale Kompetenz wie Ihnen zu lesen.
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+20 # Nordhesse 2017-05-11 05:36
Na dann wünsche ich ihnen falls sie mal Hilfe benötigen das niemand hilft.
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+16 # Meilo 2017-05-11 13:04
Bei einem wie auch immer gearteten Unfall, einer verletzten Person nicht zu helfen ist unterlassene Hilfeleistung wie oben schon geschrieben. Ach, in ihrem Verbandkasten befinden sich Einmalhandschuh e und in dem Unfallfahrzeug ebenso! Es ist schlimm genug, dass man hier eine Strafe ansetzen muss, um an ihren Sozialinstinkt zu appellieren.
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+28 # Seatfahrerin 2017-05-11 00:49
@KO

Mal ganz ehrlich, du läufst doch auch völlig am Leben vorbei oder ?

Richtig man fährt auf der Autobahn schneller , aber man sieht so ein Unfall , grade auch weil der BMW in der Leitplanke Hang!

Und einen Notruf kann man immer absetzten !!
Und wenn man nicht weis wie man erste Hilfe leisten soll, bekommt man genaue Anweisungen von der Leitstelle.


Bei so aussagen, Platz mir der Helm!!

Wenn du in so einer Situation gewesen wärst wie einer der beiden verunglückten , dann hättest so einen sinnlosen Quatsch nicht von dir gegeben.

Du solltest dir mal eins merken , helfen kann man immer !!
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+30 # Gisgoe 2017-05-10 23:11
da gibt es nur Eines: anhalten und helfen, soweit man kann !!!
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+17 # Bürger 2017-05-11 06:47
Bei einigen sollte man mal prüfen, ob die Fahrerlaubnis entzogen wird.

Aids ist zwar wie andre Erkrankungen übertragbar, aber ein paar Gummihandschuhe machen es leichter zu helfen.
Zumal allein ein Hautkontakt nicht ausreicht um die Krankheit zu übertragen.

Anhalten ist ebenso wie Hilfeleistung ein Pflicht die nicht im Widerspruch anderen Gesetzen und Verordnungensteht.

Unfallstelle absichern mit Warndreieck und ggf. Blinkleuchte. Dann selbst gesichert zur Unfallstelle gehen und erste Hilfe leisten.
Während man aufbaut per Telefon 112 informieren.
Wichtig auch: Einer übernimmt die Rolle des Lenkers und teilt entsprechend schnell abgefragter Vorkenntnisse weiter Personen ein.
Also eine Art Organisator.

Wichtigster Punkt: Ruhe bewahren ! Überblick verschaffen ! Hilfe organisieren! - und Vermeidung von Gefährdung der Helfer.

Wo ihr negativ Denkenden Anti-Helfer ist das Problem ?
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+17 # *S 2017-05-11 07:26
@ KO
Wenn ich sowas lese könnte ich nur noch kotzen!
Hoffentlich lernst du im Leben noch viel dazu!
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+23 # winkel 2017-05-11 07:35
Ich fordere eine Bordcam für alle Rettungsfahrzeu ge die die Rettungsfahrten aufzeichnet und bei nicht gebildeten Rettungsgasse das Bildmaterial ausgewertet wird und die Autofahrer zur Verantwortung gezogen werden. Ich denke so würde man mit minimalem Aufwand die Autofahrer schnell erziehen können.
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+9 # 123 2017-05-11 08:11
... und der Geisterfahrer?
Wieso fährt man auf einer Autobahn dann weiter - das merkt man doch recht schnell das man falsch aufgefahren ist (gerade bei der vielbefahrenen A5!!), wieso fährt er dann nicht auf den Standstreifen?
So zurechnungsfähi g muss man doch wohl sein, wenn man auch noch hinterm Steuer sitzt?
Das zeigt doch nur wieder das man dringend Überprüfungen der Fahrfähigkeit durchführen sollte ab einem bestimmten Alter!!
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-19 # Stimme der Vernunft 2017-05-11 10:12
An alle:
Man macht über sowas eigentlich keine Witze, aber glaubt Ihr wirklich, dass # KO das ernst meint? Ihr springt auch wirklich auf jeden Gaul auf, der euch vorgeführt wird, oder??
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+20 # Eowyn 2017-05-11 11:03
Leider zeigt der der Vorfall, daß es so Leute wie "KO" gibt. Er ist doch kein Einzelfall.
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+11 # Schwälmer 2017-05-11 17:32
@Stimme der Vernunft:
Wenn Sie längere Zeit hier posten, kennen Sie KO und seine/ihre Argumente, die sind oft etwas sonderbar, ich fürchte Sie irren sich leider, er/sie ist immer so drauf..
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