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Young Americans in Neukirchen Drucken E-Mail
Donnerstag, den 18. Mai 2017 um 06:34 Uhr

Mutige Sänger aus den Schwälmer Schulen ©Foto: Rainer Sander | nh24Zum 7. Mal in der Steinwaldschule
NEUKIRCHEN
. 300 Mitglieder hat die gemeinnützige Organisation Young Americans. Ihr Ziel ist es, junge nh24 FotostreckeMenschen mit Selbstbewusstsein und Mut zu stärken. Zurzeit touren dafür fünf Teams durch die Welt. Zwei durch Japan, zwei durch die USA und Kanada und ein fünftes durch ganz Europa.

Und die Europazentrale ist im nordhessischen Bad Karlshafen. Von dort aus werden Workshops organisiert in Deutschland, England, Lettland, Russland oder in den vielen anderen Staaten auf dem Kontinent.

Am Wochenende war der Tross mit rund 40 Beteiligten in Neukirchen zu Gast und das nicht als Touristen. Etwa 100 Schüler der Steinwaldschule und - über das Kulturnetzwerk der weiterführenden Schulen - auch von der Melanchthonschule (Steinatal) und aus dem Schwalmgymnasium (Treysa), haben zwei Tage lang in einem Workshop alles gelernt, was für eine tolle Show wichtig ist. Tanz, Gesang, Ausdruck und Choreografie.

Sich selbst neu kennenlernen

Danielle Slade kommt aus England und geht hier in die Luft ©Foto: Rainer Sander | nh24 Dabei gewinnt Lernen bei den Workshops der Young Americans eine weit größere Bedeutung, als in ein paar Stunden Schulunterricht möglich wäre. Die Kinder und Jugendlichen erfahren sich selbst in einer Atmosphäre, die nie überfordert, nie Druck ausübt, aber auch nie Leerlauf produziert.

Die jugendlichen Teilnehmer werden motiviert, erfahren immer wieder sich selbst und dazu noch Lob und Anerkennung für ihre Leistung. Sie können plötzlich Tanzen, weil sie sich etwas zutrauen und niemand sagt, dass sie es nicht können. In der Gemeinsamkeit mit anderen werden sie immer wieder angespornt. Sie können wie selbstverständlich ihre Stimme mit Ausdruck einsetzen und ihren Bewegungen Anmut verleihen. Es geht etwas, von dem ihnen bisher einfach niemand erzählen konnte, dass sie es schaffen werden, wenn sie es nur versuchen.

Zwei Shows

Mit Begeisterung dabei ©Foto: Rainer Sander | nh24Das Ergebnis war – wie immer bei den Young Americans – beeindruckend. Die Show zum Abschluss eines Workshops beginnt stets mit den 40 „Profis“, die von Schule zu Schule ziehen. Eine Musicalshow über Jugendkultur gestern und heute, die zeigt, dass Jugend schon immer anders gewesen ist, als die Welt der Erwachsenen und dass man mit Tun mehr für sich erreicht, als mit Warten auf andere. Aus Respekt gegenüber der deutschen Kultur und die Europäische Gastheimat singt das Internationale Ensemble „Kein schöner Land“.

Nach einer Pause folgt dann die Show der Kinder und Jugendlichen, natürlich unterstützt von ihren Coaches, die immer mit dabei sind und Mut machen. Und eine Menge von den Mädchen und Jungen trauen sich solo zu singen, mitten im Spotlight. Aber nicht nur die Teilnehmer sind dabei. Der ganze Tross muss verpflegt werden, Hotelzimmer sind tabu, Gastfamilien werden gesucht. In Neukirchen haben sich sogar Menschen gefunden, die gar keine Kinder an der Schule haben.

Ottmar Ginzel: eine unglaubliche Erfahrung

Otmar Ginzel von der Schulleitung der Steinwaldschule ©Foto: Rainer Sander | nh24Auch für den stellvertretenden Schulleiter Ottmar Ginzel war der Workshop seiner Schülerinnen und Schüler eine unglaubliche Erfahrung. Neun Stunden Training nonstop sind der Hammer für den Pädagogen: incredible!

Die Lehrer waren an diesem langen Wochenende eingebunden, die Gasteltern oder die Hausmeister und Ehrenamtliche wie Anette Helfers. Europamanager Michael Heib hat die Young Americans vor 17 Jahren nach Deutschland geholt und blickt auf Touren durch 17 Länder mit inzwischen 650 Workshops zurück.

Nicht nur an Schulen aktiv

Salto vorwärts und rückwärts ©Foto: Rainer Sander | nh24Heib erzählt des Zuschauern etwas über das Ensemble. Außer von Schulen werden Workshops für Flüchtlingsprojekte, geistig behinderte Menschen der Lebenshilfe oder in Jugendstrafanstalten organisiert. Eines gilt für alle Veranstaltungen. Die Teilnehmer machen eine Grundsatzerfahrung, die anhält und nachwirkt. In den Kindern steckt etwas, das begeistert. Sie erleben, was es bedeutet, ein Mikrofon vor 500 Leuten in die Hand zu nehmen und sie trauen sich das. Und ein bisschen politisch wird Heim im Gespräch nach der Show: Das ist auch die Antwort, die Trump braucht…“

Am Schluss einer jeden Show steht übrigens immer das Lied „If We Hold on Together“. So auch in Neukirchen als Finale.

Die nächste Show 2018 in Schwalmstadt – Musicals an der Totenkirche

Wer einmal dabei sein möchte, hat schon 2018 Gelegenheit. Dann organisiert die Musical-Darstellerin und Gesangslehrerin Karin George aus Frielendorf einen Workshop zusammen mit den Young Americans, schon Pfingsten 2018 ist es in Schwalmstadt soweit. Am 18. Mai beginnt dann erstmals ein Workshop in Schwalmstadt und am 20. Mai findet die große Abschlussshow im Rahmen der Musicals an der Totenkirche statt (bei Regen in der Ostergrund-Sporthalle). Mehr Informationen gibt es in der Musicalschule unter www.karin-george.de. Zwei ehemalige Schüler von Karin George sind im nächsten Jahr in Amerika oder Europa auf der Tour der Young Americans dabei. (rs)

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