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DIE KOLUMNE: Dicke Kohle Drucken E-Mail
Samstag, den 13. Mai 2017 um 10:24 Uhr

Rainer SanderSCHWALMSTADT. Es ist nur wenige Jahre her, da haben wir alle über die Bürgschaften für Griechenland gestöhnt. Unser Geld geht in die Ägäis.

Deshalb sind sogar Parteien gegründet worden. Ich warte ja immer noch auf die Abbuchung von meinem Konto, aber die steht noch aus. Jetzt kommen sogar 7,9 Milliarden Euro Steuereinnahmen, mit denen niemand gerechnet hat! Was für eine schreckliche Misswirtschaft :-)

Und bis 2021, das wäre das Ende der nächsten Legislaturperiode, die wir mit der Bundestagswahl schon im September einläuten, könnten es sogar rund 54 Milliarden werden. Die Betonung liegt zwar immer noch auf „könnte“, aber mit etwas Optimismus könnte - bei anhaltend guter Wirtschaftslage - auch noch mehr rauskommen. Mit ein bisschen Pessimismus - bei lauter Trumps und anderen „Das-eigene-Land-zuerst-Präsidenten“ oder „Deutschlands-Exportüberschuss-ist-zu-hoch-Regierungen“ – könnte es natürlich auch eine Menge weniger sein. Egal!

Und weil wir Wahlkampf haben, wird es jetzt irrsinnig spannend. Wir hätten zwar die historische Chance, bis zu 54 Milliarden Euro als Rücklage in die deutsche Rentenversicherung zu überführen. Die Beitragszahler werden es nicht mehr schaffen - ohne staatliche Hilfe - Ruheständler vor drohender Altersarmut zu bewahren. Wer pflegebedürftig in ein Heim muss, kann schon heute davon ausgehen, dass er gleichzeitig auch Sozialhilfeempfänger wird.

Sch…egal! Wählen werden wir im September ganz sicher nicht unsere eigene Altersabsicherung, sondern die Partei, die uns jetzt und „auf Gleich“ mehr Geld im Portemonnaei verspricht. Der Wettbewerb um die Summen ist eröffnet. Und nach der Wahl werden wir, sollte das Versprechen eingehalten werden und die Steuerquellen wirklich so, wie versprochen ausfallen, feststellen, dass wir nur über ein Drittel dieser 54 Milliarden Euro entschieden haben. Den Rest bekommen die Länder und Kommunen.

Dann sind es nur noch knapp 18 Milliarden. Aufgeteilt über fünf Jahre auf 44 Millionen deutsche Arbeitnehmer, ergibt das doch satte 6,80 Euro im Monat für jeden. Hurra! Da ist der Vergleich mit den zwei Tassen Cappuccino von Carsten Linnemann gar nicht so verkehrt. 15 Minuten mehr pro Woche arbeiten (zum Mindestlohn), hätte übrigens das gleiche Ergebnis…

Selbst wenn wir uns entscheiden, den Betrag zu gewichten, werden es vielleicht 10 oder 15 Euro für einige und nichts oder nur ein paar Cent für andere. Egal, was jetzt versprochen wird, wir werden das im Geldbeutel nicht wirklich merken, denn wir wollen ja schließlich viel mehr. Oder? Genauso werden wir wählen, sonst könnten wir uns hinterher nicht beschweren, dass unsere Wünsche wieder einmal nicht erfüllt wurden. Stimmt’s?

Ihr

Rainer Sander

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