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1.000 Kasseler Beschäftigte legen vier Betriebe lahm Drucken E-Mail
Donnerstag, den 01. Februar 2018 um 11:09 Uhr

©Foto: Martin Sehmisch | IGM | nhKASSEL. Rund 1.000 Beschäftigte der Rheinmetall-Betriebe, von Bombardier und von Senior Flexonics beteiligen sich zur Stunde an den ganztägigen Warnstreiks der IG Metall.

"Die 24-Stunden-Warnstreiks sind ein voller Erfolg", sagte die Zweite Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Elke Volkmann. Den Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie riet Volkmann, mit echtem Einigungswillen an den Verhandlungstisch zurückzukehren. "Die Beschäftigten zeigen in diesen Tagen sehr deutlich, was sie von der Verweigerung der Arbeitgeber halten", sagte die Gewerkschafterin. Die zuletzt angebotene Entgelterhöhung sei deutlich zu niedrig. Zudem würden sich die Arbeitgeber kategorisch weigern, Zugeständnisse zur besseren Vereinbarkeit zwischen Leben und Arbeit zu machen. "Wir wollen eine Modernisierung der Arbeitszeiten und Flexibilität nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Beschäftigte", sagte sie.

Aufgerufene Betriebe und konkrete Daten

Als erste legten die Beschäftigten von Senior Flexonics am Mittwochabend die Arbeit nieder. Am Donnerstagmorgen folgten die Frühschichten der beiden Rheinmetall-Firmen und von Bombardier. Um 8 Uhr zogen Beschäftigte aus allen genannten Betrieben in einem Demonstrationszug vom Werkstor im Struthbachweg zum Streikzelt der IG Metall in der Wiener Straße. Dort sprach Annelie Buntenbach vom geschäftsführenden DGB-Bundesvorstand den Warnstreikteilnehmern die Unterstützung der DGB-Gewerkschaften aus. Die Beschäftigten konnten sich zudem für die Streikunterstützung der IG Metall registrieren, die den Ausfall des Arbeitsentgelts kompensieren soll.

Auch am Freitag gibt es in Kassel ganztägige Warnstreiks, dann sind die Beschäftigten des Daimler-Werks aufgerufen, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Die Warnstreikteilnehmer laufen dann um 7.30 Uhr und um 14 Uhr vom Mercedesplatz zum Zelt der IG Metall, wo es jeweils Kundgebungen mit Vertretern aus den den Betrieben geben wird. Morgens wird der Leiter des IG Metall-Bezirks Mitte, Jörg Köhlinger, erwartet. In den aufgerufenen Betrieben hat die IG Metall zuvor Mitgliedervoten durchgeführt. In allen Betrieben hat die überwältigende Mehrheit der Mitglieder für die Durchführung der 24-stündigen Warnstreiks votiert.

Die Forderungen der IG Metall

Die IG Metall fordert für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will die IG Metall einen individuellen Anspruch auf Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden für einen Zeitraum von bis zu 24 Monaten durchsetzen. Wer dies nutzt, um familiären Verpflichtungen nachzukommen, soll bei einer Arbeitszeitverkürzung um mindestens 3,5 Stunden einen Zuschuss von 200 Euro im Monat erhalten. Damit soll es auch Beschäftigten mit geringeren Einkommen ermöglicht werden, Arbeit und Privatleben besser zu vereinbaren. Auch bei Schichtarbeit und anderen, besonders belastenden Arbeitszeitmodellen soll es für die „kurze Vollzeit“ einen Entgeltzuschuss für zusätzliche Freischichten geben. (pm)

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Kommentare   

 
-1 #9 uli 2018-02-03 11:54
zitiere elwood:
Genau diese Leute bemängeln die Armutsschere und mangelnde Gerechtigkeit.
Ein Arbeiter steht am Band und montiert neue Bremsbeläge.
Der andere in der Werkstatt muss die dreckigen Dinger wechseln und bekommt nur halb so viel Lohn dafür.

Genauso ist es elwood. Und genau das ist die Schuld der Gewerkschaften die hier gerade das Maul aufreißen. Von den Arbeitsbedingun gen und -belastungen des Handwerkers im Vergleich zu den Herrschaften in der Industrie wollen wir erst gar nicht reden.
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+3 #8 franz muenchinger 2018-02-03 09:21
omg liesel,
so stimmt das aber nicht.auch in kleinen handwerksbetrie ben gibt es mitarbeiter die in der gewerkschaft sind und ab einer gewissen grösse ist die mitarbeitervert retung sowieso obligat.
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-4 #7 egonolsen 2018-02-02 13:09
Wann kommt endlich der Mindestlohn von 15 Euro!Alles andere ist Unfug!
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-3 #6 franz muenchinger 2018-02-02 10:54
hallo liebe leute,
man sollte die prozentuale steigerung der löhne und gehälter ganz einfach denen unserer doch so geliebten volksvertreter in lanud und bund angleichen. ;)
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-3 #5 LIesel 2018-02-01 20:26
Das Problem ist, dass der Mann am Band bei VW in der Gewerkschaft iat, weil VW ein Industriebetrie b ist. Der Mann in der Kfz Werkstatt ist in einem Kleinbetrieb und nicht in der Gewerkschaft, weil es keine Arbeitnehmerver treter im Handwerk gibt. Die Unternehmer würden nur organisierte Handwerker einstellen, wenn alle angestellten Handwerker in einer Arbeitnehmerver tretung wären. Aber viele einfache Handwerker denken schon immer, sie könnten alleine mit den Arbeitgebern verhandeln und brauchen keine Gewerkschaft.
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+19 #4 elwood 2018-02-01 18:13
Genau diese Leute bemängeln die Armutsschere und mangelnde Gerechtigkeit.
Ein Arbeiter steht am Band und montiert neue Bremsbeläge.
Der andere in der Werkstatt muss die dreckigen Dinger wechseln und bekommt nur halb so viel Lohn dafür.
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-2 #3 Alyeska 2018-02-01 16:51
Sorry, aber das ist das Paradebeispiel eines Troll-Kommentars!
Unter Leugnung der Geschichte und nur zur unsinnigen Provokation hier reingestellt
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-2 #2 LIesel 2018-02-01 16:03
Die Forderungen sind nicht überzogen. Die Gewerkschaften sind schon moderat mit den Forderungen, man muss halt sehen, dass die Unternehmen, die genannt worden sind riesige Gewinne machen, die die Mitarbeiter erwirtschaftet haben, Ohne Mitarbeiter wären VW, MB und Bombadier nicht dort wo sie sind. Ohne Gewerkschaften wären wir noch bei 9-12 Stundenarbeitsz eit und weitaus weniger Lohn und Gehalt,keine Mitbestimmung und keine gesetzliche Krankenversiche rung.
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-4 #1 kimyhi 2018-02-01 15:48
Die Forderungen der Gewerkschaft sind wie immer völlig überzogen !! Aber irgendwie muss ja von Zeit zu Zeit die Daseinsberechti gung nachgewiesen werden und die Trommel kräftig gerührt werden. Irgendwann wird den Arbeitnehmern dann ein Abschluss, der weit von den ursprünglichen Forderungen liegt, als großer Erfolg verkauft...
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