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Friseure sehen Nachwuchsproblem Drucken E-Mail
Montag, den 15. Mai 2017 um 14:49 Uhr

Die Ehrennadel in Silber des hessischen Friseurhandwerks erhielt Marion Schumacher (Mitte). Es gratulierten Landesinnungsgeschäftsführer René Hain, stv. Obermeister Carsten Ciemer, Obermeister Dirk Schaller und stv. Obermeisterin Tanja Seidel. ©Foto: Wolfgang Scholz | nhMarion Schumacher geehrt
HOMBERG/EFZE. „Auch wenn die Statistik der Ausbildungsverträge zeigt, dass der Rückgang gestoppt ist, so bleibt die Nachwuchsproblematik die größte Herausforderung für die Zukunft der Innungsfachbetriebe“, sagt Obermeister Dirk Schaller auf der Jahreshauptversammlung der Friseur-Innung Schwalm-Eder.

Auch der Modeberuf „Friseur“ steht im Wettbewerb mit anderen Berufen um die Berufseinsteiger. Daher unterstützt die Innung auch die Bildungsmessen in Homberg und Schwalmstadt. Mit 41 Auszubildenden gehöre das Friseurhandwerk weiterhin zu den ausbildungsstärksten Berufen im Schwalm-Eder-Kreis. Erfreulich sei, so Schaller, dass der Friseurberuf für eine große Anzahl von Berufseinsteigern sehr beliebt ist. Und dass, trotz des demografischen Wandels und dem Trend junger Menschen, sich verstärkt für Abitur und Studium, statt für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden. Auch bewerben sich zunehmend mehr Flüchtlinge und Migranten bei den Friseurbetrieben. Hier hätten einige Betriebe sehr gute Erfahrungen gesammelt. Allerdings sind die Erwartungshaltungen und die Kulturerfahrungen sehr unterschiedlich. Positiv werde das Angebot der Kreishandwerkerschaft gesehen, die mit dem Willkommenslotsen und der Passgenauen Besetzung den Betrieben hilfreich zur Seite steht. Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt  beobachtet auch René Hain, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes des Friseurhandwerks Hessen. „Unter Frisurenmode und Kosmetik versteht man außerhalb Europas schon etwas anderes als hier bei uns. Auch die Anforderungen sind hier deutlich höher als in anderen Ländern. Die in der Ausbildungsordnung beschriebenen  Qualitäten gelten für alle, unabhängig von der Herkunft. Das fachliche Können bei der Abschlussprüfung ist maßgeblich, sagte Hain. Kritisch sieht er, wenn immer mehr Frisierstuben ohne fachlichen Nachweis eröffnet werden. Hier müsse der Gesetzgeber handeln, falsch verstandene Liberalität sei dort fehl am Platz, um nicht die Ausbildungsbetriebe zu gefährden. Olaf Göbert (Borken), Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss, berichtete über die Prüfungen und appellierte an die Innungsfachbetriebe auszubilden.

Ehrung für Schumacher

Mit der silbernen Ehrennadel vom Landesinnungsverband Friseurhandwerk Hessen wurde die Friseurmeisterin Marion Schumacher aus Homberg-Holzhausen ausgezeichnet. Obermeister Dirk Schaller und der Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes René Hain würdigten die 10-jährige Vorstandsarbeit in der Innung und die 10-jährige Arbeit im Gesellenprüfungsausschuss der Innung. Schaller dankte Schumacher für das langjährige ehrenamtliche Engagement und würdigte ihr stetes Bemühen in der Ausbildung und im Vorstand der Innung. (pm)

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