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Wechselfeuchter Naturraum entsteht Drucken E-Mail
Freitag, den 12. Mai 2017 um 10:03 Uhr

Uwe Schenk erklärt die Schaffung einer Naturzone in Großenritte ©Foto: Rainer Sander | nh24Umgestaltung der Grünanlage Huhnsecke beginnt in Baunatal-Großenritte
GROßENRITTE.
In Großenritte entlang der Leisel bekommt der Stadtteil ein Stück Natur zurück.

Uwe Schenk, Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt im Rathaus Baunatal, vertrat bei einem Ortstermin zur Bürgerbeteiligung vor dem Beginn der Renaturierungsmaßnahmen die erste Stadträtin der Engler.

Er erklärte den 30 Gästen, meist Großenritter aus der Nachbarschaft, was die Stadt zwischen Trineweg und Bahndamm der Kleinbahnstrecke vorhat.

Dort, wo früher einmal Kleingärten und Hütten standen und sich die Natur zuletzt schon etwas Bahn gebrochen hat, wird ihr ein Stück zurückgegeben, als Retentionsfläche und zum Ausgleich des großen Flächenverbrauchs bei Baumaßnahmen an der Huhnsecke. Für Gesamtkosten von 150.000 Euro wird der Bach Leisel renaturiert, ein Wassergebundener Fußweg entsteht und die Kinder erhalten natürliche Spielräume. Für Sitzgelegenheiten wird gesorgt und im nördlichen Bereich entsteht eine Streuobstwiese.

Natur und Menschen finden Wege selbst

Großes Bürgerinteresse ©Foto: Rainer Sander | nh24Einerseits ist die große Fläche zukünftig Naherholungsgebiet, andererseits soll sie „wartungsfrei“ funktionieren. Für die Planer kein Widerspruch. Auf Großspielgeräte wird verzichtet, es soll auch keine Konkurrenz zu den nahegelegenen Spielplätzen werden. Sitzgelegenheiten entstehen aus Steinblöcken. Holzbänke und Hütten, die Vandalismus und Partys heraufbeschwören, wird es nicht geben. Auch ein fester Weg wird nicht angelegt, Trampelpfade, so hofft Landschaftsplanerin Regina Braunewell, werden von allein entstehen. Die Menschen werden sich hier zukünftig ihre Wege selbst suchen, genauso wie das Wasser.

©Foto: Rainer Sander | nh24 ©Foto: Rainer Sander | nh24

Hier darf die Natur zum Spielen und Verweilen einladen und sich jahreszeitlich entsprechend entwickeln und verhalten. Dazu gehören auch trockene und feuchte Zeiten. Ingenieur Peter erklärt, man weiß nie, wie sich Wasser verhält. Tümpel werden auch mal austrocknen und manchmal wird es feucht sein auf der Fläche und Pfützen entstehen, in denen sich Kaulquappen und Molche sammeln. Natur eben. Aber damit das Gras nicht wuchert, werden gelegentlich Schafherde zu sehen sein.

Schon im Sommer nutzbar

Landschaftsplanerin Regina Braunewell erklärt die Details ©Foto: Rainer Sander | nh24Jetzt werden erst einmal 2000 Kubikmeter Erde bewegt und es entstehen flache Uferzonen. Dafür wird es im unteren Ablaufbereich also insgesamt etwas tiefer als bisher. Aufgeräumt ist das Gebiet bereits, eine alte Hütte mit Asbest ist schon verschwunden.

Groß war das Interesse der Anwohner, die viele Fragen zur Planung und Nutzung stellten. Ob das Gebiet abgesperrt wird, interessierte beispielsweise. Nein, weder Zaun noch Schranke, aber eine Barriere für Fahrzeuge wird es geben. Juli bis August soll die Naturfläche für die Großenritter bereits zur Verfügung stehen. (rs)

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