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Bedeutung & Vielfalt des Naturschutzes sichtbar machen Drucken E-Mail
Dienstag, den 10. Januar 2017 um 21:05 Uhr

Eines der Naturschutzprojekte findet sich südlich des Neustädter Stadtteils Mengsberg, unweit der Eisermühle. Dort hat der Heimatverein Mengsberg ein Gewässer angelegt. Dieses Gewässer soll sich zu einem Biotop entwickeln, also Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten. Vertreter der Kreises, der Stadt Neustadt und des Heimatvereins informierten über das Projekt. @Foto: Landkreis | nhNEUSTADT | STADTALLENDORF. Der Bau einer Straße oder eines Gebäude bedeutet fast immer einen mehr oder weniger starken Eingriff in die Natur. Hierfür sieht das Naturschutzrecht einen Ausgleich vor, um dem Naturschutz Rechnung zu tragen.

Zur Finanzierung dieses Ausgleichs dient das „naturschutzrechtliche Ersatzgeld“, die frühere „Ausgleichsabgabe“. Dies ist eine zweckgebundene Abgabe, das Geld muss also für den Naturschutz genutzt werden.

Einen Querschnitt verschiedener Naturschutzprojekte aus Mitteln des naturschutzrechtlichen Ersatzgeldes hat der für Naturschutz zuständige Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow rund um die Stadt Neustadt vorgestellt. Mit von der Partie: Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises und lokale Akteure, mit denen der Kreis zusammenarbeitet.

Feldhecken, Biotope und Obstwiesen bieten Lebensräume für Flora und Fauna

„Wir möchten an drei Beispielen deutlich machen, wofür das Ersatzgeld eingesetzt wird, und dass Naturschutz ein sehr wichtiges Thema mit vielfältigen Aspekten ist. Denn trotz aller Modernisierung und trotz aller Baumaßnahmen müssen wir im Einklang mit der Natur leben“, betonte Marian Zachow. Das Ersatzgeld sind Landesmittel, die der Landkreis verwaltet und einsetzt.
Neustadts Bürgermeister Thomas Groll hob hervor, dass diese Naturschutzprojekte sehr gute Beispiele für die enge Zusammenarbeit zwischen Kommune, Kreis, Bürgern und Naturschutzgruppen seien.

Eines der Naturschutzprojekte findet sich südlich des Neustädter Stadtteils Mengsberg, unweit der Eisermühle. Dort hat der Heimatverein Mengsberg im Herbst 2016 auf einem Grundstück der Stadt Neustadt ein Gewässer angelegt. Dieses Gewässer soll sich zu einem Biotop entwickeln, also Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten. Auch umweltpädagogischen Zielen soll dieses Projekt dienen, also zum Beispiel Kindern und Jugendlichen die Bedeutung des Naturschutzes an einem praktischen Beispiel verdeutlichen.

Westlich des Dorfes Momberg hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einigen Jahren bereits einen Acker zu einer Wiese umgewandelt und später mit Obstbäumen bepflanzt. Am Rand dieser Obstwiese wurde nun noch im vergangenen Jahr eine Feldhecke angelegt. Der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (li.) unterstrich die Bedeutung der lokalen Akteure, die wichtige Partner im Naturschutz seien. @Foto: Landkreis | nhWestlich des Dorfes Momberg hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor einigen Jahren bereits einen Acker zu einer Wiese umgewandelt und später mit Obstbäumen bepflanzt. Am Rand dieser Obstwiese wurde nun noch im vergangenen Jahr eine Feldhecke angelegt. „Obstbäume sind für den Naturschutz immer gut, auch in Verbindung mit einer Wiese, die im Sommer Blütenreichtum versprechen, worüber sich insbesondere verschiedene Insektenarten freuen“, erläutert Uwe Krüger von der Unten Naturschutzbehörde. Eine Feldhecke sei zudem ein Lebensraum für Vögel oder Reptilien. Betreut wird die Obstwiese vom BUND in Zusammenarbeit mit der Umwelt- und Naturschutzgruppe Momberg e.V.

In der Gemarkung »Hienerswiesen« wurde eine Furt durch einen  Bach angelegt. So können die benachbarten Wiesen besser bewirtschaftet werden, ohne dass der Bach verrohrt werden musste. @Foto: Landkreis | nhZwischen Neustadt und Stadtallendorf in der Gemarkung „Hienerswiesen“ hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf bereits vor einigen Jahren Flächen für den Naturschutz erworben. Diese Flächen werden unter der Federführung eines botanischen Fachbüros landwirtschaftlich genutzt, also gemäht. In den vergangenen Jahren entstanden hier zudem einige neue Gewässer. Im zurückliegenden Jahr wurden außerdem noch eine Feldhecke gepflanzt, eine Furt durch einen Graben angelegt und eine Beweidung von Teilflächen mit Hochlandrindern begonnen.

„Durch diese traditionelle Nutzungsform dieser Feuchtwiese wird die Artenvielfalt gefördert. Durch die Beweidung mit Rindern wird verhindert, dass‚ Büsche auf dieser Fläche groß werden können“, berichtet Petra Schöck, die den Fachdienst Natur bei der Unteren Naturschutzbehörde leitet.

Ein örtlicher Landwirt lässt regelmäßig Hochlandrinder in der Gemarkung »Hienerswiesen«. Diese traditionelle Art der Bewirtschaftung verhindert die Verbuschung der Wiesenflächen. @Foto: Landkreis | nh„Die lokalen Akteure, zum Beispiel Naturschutzgruppen oder örtliche Vereine sind für uns bedeutsame Partner, die wichtige und sichtbare Beiträge zum Naturschutz leisten – und das ehrenamtlich“, betonte der Erste Kreisbeigeordnete. Auch die Leistung der Landwirte, die zum Beispiel ihre Rinder zum Weiden auf die Flächen schicken, sei ein nicht zu unterschätzender Aspekt des Naturschutzes, hob Zachow hervor. (pm)

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