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Ohne Zwang und für leistungsstarke Kammern Drucken E-Mail
Freitag, den 20. September 2013 um 15:20 Uhr

Initiative "Kammern ohne Zwang – Hessen" tritt zu IHK-Wahlen 2014 an

Hans-Georg Greger, Andreas Ernst, Rainer Sander, Robert Aschoff und Kai Boeddinghaus treten an ©Foto: pm/nhSchwalmstadt/Kassel. Es gibt Kammern für die verschiedensten Berufe. Die Handwerkskammer, die Ärztekammer, die Steuerberaterkammer und Sie alle sorgen dafür, dass vor allem gesetzlich verordnete Aufgaben erfüllt werden, Prüfungen einheitlich gehandhabt werden und die Ausbildung nach Regeln abläuft.

Stets und überall die größten Kammern sind die Industrie- und Handelskammern (IHK). Wer auch immer ein Gewerbe anmeldet, in Handel, Dienstleistung oder Industrie tätig ist, wird zu dieser Kammer zwangsverpflichtet.

Die Mitgliedschaft ist unausweichlich, die Mitgliedsbeiträge infolgedessen auch. Außer, dass jedes Jahr ein Mitgliedsbeitrag berechnet wird und jeden Monat eine Zeitung kommt spüren viele Betriebe über die gesamte Zeit ihres Bestehens nichts von der Arbeit der IHK. Das soll sich nun ändern: die Initiative "Kammern ohne Zwang – Hessen" tritt zu IHK-Wahlen 2014 an.

Fünf Mitglieder der Gruppe hatten am gestrigen Donnerstag in den Besprechungsraum des Edeka-Marktes Aschoff am Auestadion in Kassel eingeladen, um ihre Kandidatur öffentlich bekannt zu geben: Kai Boeddinghaus, Robert Aschoff, Paul Jörns, Rainer Sander, Andreas Ernst und Hans-Georg Greger. Weitere 15 – und es können durchaus noch mehr werden – werden auf den Wahllisten IHK Kassel-Marburg zu finden sein.

Weniger Beitrag, mehr Leistung und keine wirtschaftliche Betätigung

Ein Revolution, so Robert Aschoff bei der Pressekonferenz, wird es nicht geben, aber ein Kammer darf schon an ihren Leistungen gemessen werden und schließlich müssen alle Mitglieder der Kammern selbst auch um Kunden kämpfen und überzeugen diese mit Leistung. Dass die Kammer Mitgliedsbeiträge vor einigen Jahren in isländischen Anlagen verzockt hat, erzürnt Kai Boeddinghaus noch heute und Paul Jörns stört daran die Tatsache, dass die Kammer überhaupt das Geld der Mitglieder mehren wollte, schließlich sei es ausschließlich dafür da, die Interessen der Betriebe zu vertreten. Eine eigene wirtschaftliche Betätigung sei danach ausgeschlossen. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang auch die Beteiligung am Flughafen Kassel Calden, die aber inzwischen wieder aufgegeben wurde.

Mehr Transparenz und mehr Demokratie

Für eine Kammer ohne Zwang ©Foto: Rainer SanderHans-Georg Greger wünscht sich mehr Transparenz und für Rainer Sander, der Existenzgründer berät und der IHK zuführt, ist es manchmal schwer, zu erklären, welche Leistungen Gründer bekommen, wenn sie gerade selbst nur ihre Leistung verkaufen können, bei Null anfangen und jeden Euro umdrehen müssen. Boeddinghaus wünscht sich auch mehr Demokratie: allein, dass die Vollversammlung 10 Prozent ihrer Mitglieder - nach der Wahl durch die Mitglieder - noch ergänzen kann ist für ihn ein Unding. Das, so Sander, wäre so, als könne eine Partei im Bundestag noch einem knappen Wahlsieg noch 60 Abgeordnete eigenmächtig nachrücken lassen.

Andreas Ernst würde sich zudem wünschen, dass er sich auch eine Kammer aussuchen kann. Warum keinen Wettbewerb unter den Kammern?

Wahlen im Januar

Im Januar 2014 finden die Wahlen zur Vollversammlung der IHK Kassel-Marburg statt. Bisher haben sich nur vereinzelt Kritiker des Kammersystems in der Vollversammlung der IHK Kassel-Marburg bekannt. Das soll sich ab dem Jahr 2014 ändern.

Angespornt von den Erfolgen ähnlicher Initiativen in Berlin und Stuttgart im Jahr 2012 tritt im Bezirk der IHK Kassel-Marburg nun die Initiative "Kammern ohne Zwang – Hessen" an. „Jetzt geht es uns darum, weitere Unternehmen im Kammerbezirk zu motivieren, sich unserer Initiative anzuschließen“, verdeutlicht Kai Boeddinghaus, der selber seit 2004 in der Vollversammlung der IHK Kassel-Marburg sitzt und als Bundesgeschäftsführer des kammerkritischen Unternehmensverbandes bffk Erfahrungen im Wahlkampf um eine IHK mitbringt. „Unsere Initiative ist streng überparteilich“, betont der Kasseler Versicherungsmakler Andreas Ernst und verweist auf das Engagement diverser Kandidatinnen und Kandidaten in den unterschiedlichsten Parteien.

Weitere Kandidaten sind willkommen

Noch bis zum 15. 10. 2013 ist die Anmeldung von Kandidaturen bei der IHK möglich. Die Initiative "Kammern ohne Zwang – Hessen" will bis dahin gezielt in den verschiedenen Wahlgruppen weitere Kandidatinnen und Kandidaten gewinnen. "Wir werden allen Interessierten die Mitwirkung so einfach wie möglich machen und sie bei den Formalien und beim Wahlkampf unterstützen", verspricht Kai Boeddinghaus.

Der Initiative "Kammern ohne Zwang – Hessen" ist klar, dass auf lokaler Ebene der Kammerzwang nicht beendet werden kann. "Wir wollen uns aber dafür einsetzen, die Strukturen der IHK Kassel-Marburg so zu modernisieren, dass unsere IHK für eine Zukunft ohne Kammerzwang gewappnet ist", verspricht der Kasseler Lebensmittelhändler Robert Aschoff. (red)

Die Kontaktadresse:

"Kammern ohne Zwang – Hessen"
c/o Bundesverband für freie Kammern e.V.
Theaterstr. 1
34117 Kassel

Telefon 0561 - 920552
Telefax 03222 – 1637481

Internet www.koz-hessen.de

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