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Commerzbank-Chef Blessing verdient wieder mehr als eine Million Drucken E-Mail
Freitag, den 11. Mai 2012 um 13:20 Uhr

Commerzbank-Chef Martin Blessing verdient wieder mehr als eine Million © Archivfoto: Marc Darchinger/Commerzbank AG/nhFrankfurt. Die Debatte um Spitzengehälter von Top-Managern und Bankern ist neu entflammt. Auslöser sind Medienberichte über Gehaltszahlungen in Millionenhöhe an den Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank, Martin Blessing. Die Commerzbank bestätigte am Freitag auf dapd-Anfrage einen Zeitungsbericht, wonach Blessing seit Januar ein jährliches Grundgehalt von 1,3 Millionen Euro plus eventuelle Bonuszahlungen beziehe.

Das entspreche einer Gehaltserhöhung von 160 Prozent, berichtete das "Handelsblatt" (Freitagausgabe).

Hintergrund sei, so die Zeitung, dass der Aufsichtsrat des Geldinstituts, das im Zuge der Bankenrettung mit Bundesmitteln in Höhe von 18,3 Milliarden vor der Pleite gerettet worden war, die auf 500.000 Euro gesetzlich festgeschriebene Deckelung von Vorstandsgehältern aufgehoben habe.

"Der Vorstand hat exzellente Arbeit geleistet"

Die Commerzbank reagierte in einer ersten Stellungnahme überrascht auf den Bericht: Das Restrukturierungsgesetz beinhalte "klare rechtliche Regelungen zu den Voraussetzungen für den Entfall der Deckelung der monetären Vergütung", sagte ein Sprecher der Bank der Nachrichtenagentur dapd. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Klaus-Peter Müller sieht trotz des unlängst gemeldeten Gewinneinbußen der Bank nichts Anstößiges an dem Vorgang: "Der Vorstand hat exzellente Arbeit geleistet", sagte Müller dem "Handelsblatt".

In der Tat sieht das nach der staatlichen Bankenrettung im Jahr 2010 verabschiedete Gesetz vor, dass die Gehaltsdeckelung aufgehoben werden kann, sobald ein Institut mehr als die Hälfte der Staatshilfen zurückgezahlt hat. Diese Voraussetzungen habe die Commerzbank bereits im Mai vergangenen Jahres erfüllt, indem sie mit
14,3 Milliarden Euro einen Großteil der Staatshilfen zurückgezahlt habe, teilte das Geldinstitut mit. Theoretisch hätte die Commerzbank somit das Gehaltslimit bereits ab 2011 aufheben können.

"Im Gesetz ist ausdrücklich festgelegt, dass die entsprechenden Regelungen in den Verträgen von Organmitgliedern und Mitarbeitern zu berücksichtigen sind. Dies hat die Bank getan", erklärte Sprecher.
Es handele sich somit "keineswegs um eine Gehaltserhöhung" wie von der Zeitung behauptet, "sondern lediglich um die Aufhebung der Deckelung", betonte der Sprecher. Nun greife lediglich die bereits Ende 2009 beschlossene Neuordnung des Vergütungssystem, wonach der Vorstandschef maximal das 1,75-fache der "einfachen"
Vorstandskollegen verdienen dürfe.

Eine Lesart, die Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, nicht gelten lassen will. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition habe "genau diese Konstellation im Blick gehabt", als 2010 das Gesetz geändert worden sei. Es greife für keine andere Bank, sagte Schick und nannte die Steigerung der Bezüge "exzessiv". Sie passe "nicht in die Zeit". Er forderte daher die Bundesregierung auf, "die Gesetzesänderung zugunsten des Commerzbank-Vorstands" zurückzunehmen. (dapd-hes/ Markus Henrichs)

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Kommentare

 
+8 # Dumiok 2012-05-12 14:27
Es ist ein Skandal, dass Herr Blesing nunmehr wieder 1,3 Millionen plus höhere Bonuszahlungen bekommt, die Betriebsrentner der Commerzbank aber seid 2010 keine Anpassung ihrer Betriebsrenten erhalten. Angeblich wegen der schlechten Geschäftslage und der schlechten Geschäftsaussic hte.
 
 
+3 # Rainer Marquier 2012-06-16 09:17
Leider kann der einzelne Betriebsrentner der Commerzbank nicht dagegen machen, ausgenommen er muss die Bank verklagen.Das werden die wenigsten Rentner machen und damit rechnet die Bank. Widerspruch bringt keinen Erfolg, auch mehrmalige Schreiben an die Group Human Resources HR Shared Service Center Pensioners( tolle Bezeichnung ) der Commerzbank läßt diese Bank kalt und schreibt, dass es sie nicht unberührt läßt und ihr die Entscheidung schwer gefallen ist.
Ist es der Bank auch schwer gefallen, die Vorstandsgehält er zu erhöhen ?
 
 
+2 # uliullrich 2012-06-16 10:39
Nunja - gegen die Selbstbedienung smentalität in gewissen (asozialen, im wahrsten Sinne des Wortes) Kreisen (die FDP spricht auch gerne von Leistungsträger n) läßt sich schon etwas tun. Allerdings werde ich mich hüten, hier zu sagen, was ich meine - Strafverfolgung wäre mir sicher.
 

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