| Streit um Blockupy-Verbot im Landtag |
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| Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 12:14 Uhr |
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"Jeder, der zu Gewalt aufruft, wie schon für Mitte Mai angekündigt, hat sein Recht auf Demonstrationsfreiheit verwirkt", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Holger Bellino. Die Opposition konterte mit dem Verweis auf das Bellino verwies hingegen auf die Gewaltausschreitungen linker Demonstranten am 31. März in Frankfurt: Die "brutalen Angriffe auf Leib und Leben durch linke Krawallmacher" dürften sich nicht wiederholen. "Wer brutal zerstörend durch die Stadt marschiert", dem gehe es nicht um Fragen der Wirtschaftskrise sondern "um die Zerstörung der Grundlagen unseres Staates", betonte der CDU-Politiker. Innenminister Boris Rhein (CDU) sprach gar von einer "Gewaltorgie linker Straftäter": 15 Polizisten seien verletzt worden, weil Molotow-Cocktails und Pyrotechnik auf sie geworfen wurde, ein Polizist sei "halb zu Tode gekommen". Das sei "ein widerwärtiger Angriff" wie es ihn noch nie gegeben habe, und habe nichts mit Kapitalismuskritik zu tun, kritisierte Rhein. So etwas dürfe sich nicht wiederholen. Nach allem, was den Behörden vorliege, wollten "exakt die wiederkommen, die am 31. März da waren", deshalb sei mit Ausschreitungen zu rechnen, warnte der Innenminister. Das Verbot sei deshalb richtig, sein Haus habe "der Stadt Frankfurt genügend Gründe und genügend Material geliefert, ein solches Verbot zu unterfüttern", sagte Rhein im Sender hr-info. Schon das Logo der Blockupy-Bewegung rufe zum "Besetzen, Blockieren, Demonstrieren" Linke weist Vorwürfe zurück Das wies Linken-Fraktionschef Willi van Ooyen zurück: Seine Partei rufe ausdrücklich dazu auf, sich friedlich an den Protesten gegen die Spar- und Kürzungspolitik der europäischen Regierungen zu beteiligen, betonte er. Die Marktwirtschaft stehe nicht in der Verfassung, wohl aber das Sozialstaatsgebot. "Dieser Staat ist in seinen Grundfesten erschüttert, weil die Macht nicht mehr vom Volk, sondern von den Finanzmärkten ausgeht", sagte van Ooyen. Der Frankfurter SPD-Chef Gernot Grumbach hielt CDU und FDP ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vor, nach dem eine Demonstration auch dann nicht verboten werden dürfe, wenn Gewalt von einigen wenigen drohe. Das Frankfurter Ordnungsamt verstoße mit dem Verbot gegen das Grundrecht auf Meinungsfreiheit und Demonstration. Um die Grundrechte der Meinungsfreiheit und der Demonstrationsfreiheit werde in anderen Ländern erbittert gekämpft, "wir sollten sie schützen", betonte der Grünen-Innenpolitiker Jürgen Frömmrich. "Die Infragestellung unseres Wirtschaftssystems gefährdet eben nicht die freiheitlich-demokratische Grundordnung", fügtre er hinzu. Der FDP-Politiker Wolfgang Greilichsagte, der Staat müsse "allen Angriffen auf unsere Demokratie entschlossen und wehrhaft entgegentreten". (dapd-hes/Gisela Kirschstein) |





















Kommentare
Ich glaube hier gehts eher darum Leib und Leben von Nichtdemonstran ten und Vollstreckungsb eamten zu schützen. Was bei solchen Aktionen rauskommt, hat Frankfurt schon einmal schmerzhaft erfahren müssen und deswegen ist ein solches Verbot nur legitim !!!
In Sachen Fußball stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Leider kommen die Vereine, aufgrund von etwaig fehlenden Einnahmen, nicht auf die einfachste Lösung umd dieses Problem zu reduzieren.
Es wäre doch ein leichtes, nur Zuschauer die einem Förderverein der Mannschaft angehören ins Stadion zu lassen und wer einmal unangenehm auffällt --> Vereinsausschlu ß.