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18 neue Voraushelfer in Neustadt ausgebildet Drucken E-Mail
Samstag, den 13. Mai 2017 um 18:26 Uhr

©Foto: Feuerwehr Neustadt | nhFeuerwehren bei Herzversagen und Kreislaufstillstand gut gerüstet
NEUSTADT (HESSEN). Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute, um das Leben der Betroffenen zu retten. Die wichtigste Rolle dabei spielen Ersthelfer, die die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungsdienstes mit wichtigen Erstmaßnahmen überbrücken.

Bereits zum Beginn des Jahres 2011 startete im Landkreis Marburg-Biedenkopf ein Aktionsbündnis zum „Kampf gegen den plötzlichen Herztod“.

Seit dieser Zeit wurden von Mitgliedern der Notfallrettung verschiedene Maßnahmen entwickelt, um das „therapiefreie Intervall“, vom Eintritt des plötzlichen Herz-/ Kreislaufstillstands bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, zu verkürzen und bestenfalls lückenlos zu füllen.

Vom 11. – 13. Mai 2017 fand daher im Feuerwehrhaus in Neustadt ein Lehrgang für sogenannte Voraushelfer statt. Insgesamt 18 Einsatzkräfte der Feuerwehren Neustadts nahmen an diesem Lehrgang erfolgreich teil (13 Neustadt-Mitte, zwei Neustadt-Mengsberg, zwei Neustadt-Speckswinkel, 1 Neustadt-Momberg). Die Ausbildung umfasste dabei ein umfängliches Spektrum zum Thema Herz- Lungen-Wiederbelebung (Reanimation). Dabei wurden in mehreren Durchläufen die Erwachsenenreanimation, sowie Kinder- und Babyreanimation geübt. Sowohl alleine, als auch in kleinen Teams wurden die Lehrgangsteilnehmer durch verschiedene realitätsnahe Szenarien gefordert. Ebenfalls gehörte zu dieser Ausbildung der Umgang mit einem AED (Automatisierter externer Defibrillator). Von diesen Geräten befinden sich derzeit zwei Stück im Stadtgebiet. Weitere, rund um die Uhr verfügbare Defibrillatoren folgen in Kürze. Die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst bei solchen Einsätzen gehört ebenfalls zu den Aufgaben der Voraushelfer. Daher durfte eine kurze Einweisung, eines Rettungswagens des Rettungsdienst Mittelhessen, am letzten Lehrgangstag nicht fehlen.

Das stetige Ziel ist es, die Dichte an Voraushelfern weiter zu erhöhen. Damit steigt entsprechend die Wahrscheinlichkeit, dass ein Voraushelfer frühzeitig vor Ort sein kann.

Das Voraushelfer-System steht prinzipiell jedem offen. Wer sich engagieren möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein, einen acht Doppelstunden umfassenden Erste-Hilfe-Lehrgang und den Voraushelfer-Lehrgang absolviert haben.

Ein Voraushelfer begibt sich nach einer Alarmierung, die aktuell noch über SMS erfolgt, schnellstmöglich auf den Weg zu dem ihm mitgeteilten Notfallort. Regelhaft sind Voraushelfer an grauen Westen mit der Aufschrift „Voraushelfer“ zu erkennen. Da Voraushelfer allerdings von einem Moment auf den Nächsten aus dem Alltag heraus alarmiert werden, kann es auch sehr gut sein, dass ein solcher Helfer in Arbeitskleidung, Jogginghose oder Schlafanzug zum Einsatzort fährt. Wenn sich also jemand als Voraushelfer vorstellt, wurde er entsprechend alarmiert und ist mindestens so lange vor Ort, bis der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst eintrifft.

Die Feuerwehr Neustadt verfügte bereits vor dem Lehrgang über mehrere Voraushelfer, die auch schon bei zahlreichen Reanimationen erfolgreich im Einsatz waren.

Wir bedanken uns auf diesem Wege bei den Ausbildern Markus Spies und Sven Schmitt, sowie dem dazugehörigen Team, für die tolle Ausbildung. (pm | Alexander Stein)

Internet: Feuerwehr Neustadt

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