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Nordhessen feiert Karneval Drucken E-Mail
Mittwoch, den 27. Januar 2016 um 06:58 Uhr

Die Baunataler Stadthalle als Fernsehstudio ©Foto: nh24 | Rainer SanderAufzeichnung des „hr“ in der Stadthalle Baunatal
Baunatal
. Wenn sich MdL Timon Gremmels und nh24 FotostreckeMinisterin Eva Kühne-Hörmann treffen, gemeinsam lachen und applaudieren, dann sind sie sicherlich nicht an ihrem Arbeitsplatz im Wiesbadener Landtag.

Wenn sich dann noch Marcus Leitschuh mit Humor und Tiefsinn einmischt, geht es definitiv nicht um den kommunalen Finanzausgleich, auch nicht um Schulpolitik und nur am Rande um Religion. Immerhin drei spaßbereite Lehrer standen am Sonntagabend auf der Bühne in der Baunataler Stadthalle. Der Hessische Rundfunk war zu Gast in der VW-Stadt und zeichnete die Sendung Karneval in Nordhessen auf. Wie jedes Jahr!

Sendetermine am 30. Januar und 9. Februar

Am 30. Januar um 20:15 Uhr ist der diesjährige Sendetermin. Am Fastnachtsdienstag (9.2.2016) ist die Wiederholung um 23:15 Uhr. Reinschauen lohnt sich:

Für einen mehr als feurigen Auftakt sorgten Sempre Samba aus Bad Wildungen mit Samba-Tänzern aus Brasilien, den Karneval von Rio an die Bauna, bevor Fullefischer Marcus Leitschuh seinerseits zu einem „Feuerwerk der Feinsinnigkeiten“ ausholte. „20 Grad im Dezember, Sonne statt Schnee, das Thermometer kommt bestimmt von VW.“ Aber als Fischer weiß er, „der Fisch stinkt vom Kopf her“. Und er kennt das wahre Drama, welches Deutschland erschüttert: „Helene Fischer macht ein Jahr Pause.“ Seiner Wut lässt der Fischer gerne freien Lauf, wenn bei Facebook Karnevalsbilder gegen die Veröffentlichungsregeln verstoßen (zu viel nackte Haut), während Hitlergruß, IS-Morde an Christen sowie Hetze und Lügen die Anstandsvorschriften erfüllen. Und gerne wird der engagierte Christ und gleichzeitig Kommunalpolitiker auch politisch: „Ich vertrau der Polizei und nicht der Bürgerwehr (…) die Mehrheit hat nicht, wer am lautesten schreit“ und „Volksvertreter wird man nicht durch ne Demo, die werden gewählt!“ Im richtigen Leben ist er Rektor einer Gesamtschule und scheinbar qualifiziert der Lehrerberuf für Büttenreden.

Ein liebenswerter aber überforderter Opa: Kajo Freischem ©Foto: nh24 | Rainer SanderWolfgang Preuss, pensionierter Lehrer von der GCG Baunatal, übte sich im Grenzgang zwischen Zynismus, Abfälligkeit und Gassenhauern, während Berufskollege Karl Josef Freischem mit echter Wortakrobatik die Lacher bis zum Zwerchfellkrampf provozierte. Als liebenswerter Opa schilderte er, wie die Enkel nicht nur das Kinderzimmer zu Kleinholz machen, sondern fragt auch, ob Oma – wenn sie schreit – auch wieder Zähnchen macht? Die Freunde des Treysaer Karnevals dürfen sich an den nächsten beiden Samstagen wieder über ihren Kajo freuen…

Kalorien sind außerhalb des Körpers attraktiver!

»Grenzgänger Wolfgang Preuss ©Foto: nh24 |  Rainer SanderNicht fehlen darf beim Karneval in Nordhessen Andrea Ortolano, alias Lotte Moser. Noch immer ist Lotte solo und fragt sich in diesem Jahr: „Wie Kommt es, dass Kalorien außerhalb des Körpers so viel attraktiver aussehen? Im Alter ist das Leben eine Hängepartie…“ Und „Lilli“, das nordhessische Original mit Lockenwicklern in der Perücke, ist zum ersten Mal zur AIDA nach Mallorca von Kassel abgeflogen: „Der Flughafen ist klein, aber es fliegen deutlich mehr Flugzeuge als von Berlin-Brandenburg“. Frei Haus gab es Lebensweisheiten: „Wer Glück hat im Spiel, hat auch Geld für die Liebe…“

Diesmal gab es beim Karneval aus Baunatal – wie die Fernsehsendung in wenigen Tagen zeigen wird – keinen Schwachpunkt! Schon gar nicht bei den Karnevalstänzen, die in Nordhessen besser als im Rheinland und vor allem besser als in Südhessen getanzt werden. Zum Auftakt zeigte die Prinzengarde der GCG – dekoriert mit einigen Deutschen Meistertiteln und aktueller norddeutscher Vizemeister – wie man einen Marschtanz selbst dann synchron tanzt, wenn die Musik plötzlich ausfällt.

Artistische Tanzshow

Zum artistischen Solistenmedley traten KG und TSG Lossesterne aus Kaufungen an, die Stadtgarde der GCG – ebenfalls mehrfacher deutscher Meister – fragte in ihrem Schautanz voll bunter Bilder und artistischer Sequenzen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Artistik pur gab es auch von den Solisten aus Rothwesten und für ein besonderes Highlight sorgte das Männerballett der KG TSG Herkules aus Kassel.

Als Clowns für Slapstick sorgten im „Duo Doppelpack“ die Brüder Markus und Thomas Hosenfeld aus Fulda. Walter Koschalka – in Wahrheit Kriminalbeamter aus Reichensachsen – punktete mit G.G. Anderson und den „Feschen Frauen aus Frielendorf“. Fabio Gandolfo riss das Publikum vor dem Finale noch einmal richtig mit und zeigte, wie man singend und tanzend fingerfertig eine Pizza formen kann. Er muss es können, betreibt er doch in Dipperz eine eigene Pizzeria.

Südhessische Importe überzeugten nicht 100-prozentig

Bei so viel nordhessischer Karnevalskunst und einem frenetisch mit lauter „Raketen“ jubelnden Publikum, hätte sich der Hessische Rundfunk tatsächlich die beiden südhessischen Importe ersparen können. Meike Gardens Gesang ist gewiss in Südhessen eine intellektuelle Herausforderung, in Baunatal konnte nur ihre stimmliche Leistung überzeugen. Schorsch Eger – Winzer aus dem Rheingau – bekam für seine Büttenrede von Sitzungspräsident Dietrich Geißer eine Weinflasche vom Böddiger Berg. Auch der gute Tropfen aus Nordhessen kann durchaus besser schmecken, als Rebensaft aus dem Süden… (rs)

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