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Qualität und Tradition locken Tausende Drucken E-Mail
Montag, den 30. September 2013 um 14:52 Uhr

250 Jahre Fleischer-Innung Schwalm-Eder ©Foto: Rainer SanderBorken. Viermal Wurstmarkt und inzwischen dreimal Wecke- un Worschtmarkt, so lautet eine sehr junge aber doch inzwischen eindrucksvolle Erfolgsgeschichte. Wie etabliert man einen neuen Markt? „Ganz einfach“, sagt nh24 Fotostreckeman in Borken, „man tut es“. Wie kaum ein anderer Markt, hat sich das bunte Treiben um Wurst, Fleisch, Brot und Brötchen so eindrucksvoll entwickelt.

Für die Bäcker-Innung Schwalm-Eder und die Fleischer-Innung Schwalm-Eder ist die Veranstaltung längst zum wichtigsten Kunden-Event im Jahreskalender geworden. Aus der Idee von Berthold Schreiner, dem Borkener Marktmeister, hat sich eine beeindruckende Gemeinschaftsproduktion entwickelt. Die Stadt Borken, das Handwerk im gesamten Landkreis als Beteiligte und die Firma „Catering & Konzepte“ als Veranstalter, ziehen erkennbar energisch gemeinsam am selben Strang.

Bäcker, Banker und Politiker ©Foto: Rainer SanderIn der Blüte des Bergbaus wollte Borken eine moderne Stadt werden. Fast nichts schien unmöglich. Mit dem Grubenunglück in Stolzenbach und dem Verzicht auf ein neues Kraftwerk, endete der eingeschlagene Weg sehr abrupt. Natürlich gibt es in Borken bis heute sehr unterschiedliche Sichtweisen, wie der Strukturwandel hätte funktionieren sollen. Aber nach einer angemessenen Trauerphase und einer erlaubten Zeit der Lethargie, hat Borken seine vergessener Altstadt wieder entdeckt, dort ein beeindruckendes Museum für den Bergbau etabliert, das historische Rathaus als Ausstellungsgebäude restauriert, den Tourismus mit seiner Seenlandschaft gefördert sowie neues Gewerbe angesiedelt aber manchmal dafür die Bürger auch mehr in Anspruch genommen, als andere Kommunen. Doch so besinnt sich die Stadt heute auf ihre natürlichen Ressourcen, ihre Tradition, ihre offensichtliche Kreativität und erfindet sich in einem langen Prozess neu.

Visionen gehören dazu – schön, wenn sie Wirklichkeit werden

Ein stolzer Obermeister Fritz Kästel (Kohl-Kramer/Trockenerfurth) @Foto: Rainer SanderDas ganze vollzieht sich mit einem Bürgermeister Bernd Heßler an der Spitze, der in keiner Phase des Umbruchs oder der Stadtentwicklung seinen Humor und den Mut verloren hat, der bereit war, „Luftschlösser“ zu bauen, von denen eine Menge doch am Ende ganz solide dastehen und dafür den Kopf hinzuhalten, eine Gewerbevereinigung, die nicht müde wurde, innovativ zu denken, den einen oder anderen konstruktiven Disput zu führen, zwei örtliche Banken, die sich mit Lokalpatriotismus ins Zeug legen und eine Bevölkerung, die bereit war Opfer zu tragen und gemeinsam einen Neuanfang zu wagen. Und wenn Bernd Heßler an einem solchen Tag den nordhessischen Erfolgsmarkt schlechthin eröffnet, dann zu Recht mit stolz geschwellter Brust. Und selbst das Wetter scheint Borken im Griff zu haben. Nach einigen trüben und kalten Tagen lockte Sonnenschein pur tausende Besucher aus ganz Nordhessen – wie bei der Abschluss-Verlosung anhand der Teilnehmerkarten wieder deutlich wurde – an.

Kurzum, der Wecke un Worschtmarkt ist aus der einstigen Bergbaumetropole nicht mehr wegzudenken. Ganz gleich, ob jemand kommt, der nur Spaß haben will, ob jemand sich ordentlich „duchfuttern“ will oder ob ein anderer Informationen sammelt, sieben Jahre lang waren die Besucher in Massen da und haben die Veranstaltung zu einer der erfolgreichsten Markt-Erfindungen in Nordhessen gemacht. Gäbe es einen Preis für den Shootingstar unter neu entwickelten Veranstaltungen, Borkens Wecke un Worschtmarkt wäre sicherlich erster Anwärter.

Bauern oder Brauer dazu?

Fleischer und Bäcker demonstrierten eindrucksvoll die Vielfalt handwerklicher Produkte aber nicht nur das: der Markt ist auch stets das passende Forum, um die Leistungen des Lebensmittelhandwerks herauszustellen. So wurden auch in diesem Jahr die Urkunden für die Auszeichnungen bei den Qualitätsprüfungen 2013 übergeben. Bernd Heßler wünscht sich für den nächsten Markt noch mehr Lebensmittelproduzenten dazu und sorgte für eine Verständnis-Diskussion. Hatte er Brauer gesagt oder Bauern? Am besten beide, denn gutes Bier und frisches Gemüse gehören beide zu einem runden und gesunden Essen…

Der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker stellte fest, dass die Qualität von den Menschen gewollt wird. Wer die ganze Vielfalt nordhessischer Wurst- und Backwaren probieren wollte, war beim Wecke- un Worschtmarkt bestens aufgehoben. Im gesamten Bereich um den alten Marktplatz und in der oberen Bahnhofstraße gab es allerlei Leckereien. Optisch überwogen die Fleischer, aber die hatten ja die Brötchen meist gleich dabei. Die Geschäfte in der Innenstadt waren außerdem zum verkaufsoffenen Sonntag geöffnet.

Ehrungen bei freiwilligen Selbstkontrollen – 250 Jahre Fleischerinnung

Für die beiden Obermeister Olaf Nolte bei den Bäckern und Fritz Kästel (Kohl-Kramer) bei den Fleischern ist die Veranstaltung der lebendige Beweis für die Verbindung von Tradition und Qualität. Olaf Nolte ließ es sich nicht nehmen, Landrat Frank-Martin Neupärtl Grüße zur weiteren Genesung zukommen zu lassen und Fritz Kästel erinnerte an das Jubiläum der Fleischer-Innung. Seit 250 Jahren gibt es den Zusammenschluss der Fleischer in der Region und zum Geburtstag gibt es ab sofort in allen Fleischereien das Jubiläums-Paket mit den wichtigsten heimischen Wurstsorten sowie ab 1. November auch die Jubiläumsstracke mit der unverbindlichen Preisempfehlung von fünf Euro. Geehrt wurden für ihre guten Produkte bei den freiwilligen Produktkontrollen:

Die Bäcker: Bäckerei Jugclas (Schwalmstadt-Treysa), Albert Klabunde (Melsungen), Olaf Nolte (Schwarzenborn), Markus Schott (Frielendorf), Günther schwarz (Gudensberg). Die Fleischer: Kurt Bechtel (Willingshausen), Ralf Bechtel (Willingshausen), Werner Becker (Schwalmstadt-Treysa), Andreas Braun (Frielendorf-Großropperhausen), Ralf Gombert (Homberg-Dagobertshausen), Hein GmbH (Malsfeld-Mosheim), Bäckerei Hasper (Felsberg), Christian Jäger (Homberg), Kohl-Kramer (Borken-Trockenerfurth), Walter Korell (Schrecksbach-Röllshausen), Axel Kramer (Borken-Nassenerfurth), Steffen Löffler (Bad Zwesten), Rudolf GmbH (Melsungen-Röhrenfurth), Siegfried Schweitzer (Frielendorf-Verna), Stefan Völker (Willingshausen-Zella) und Gerd-Heinrich Weinreich (Edermünde). (rs)

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