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Hessischer Salafist wegen Mordversuchs an Polizisten verhaftet Drucken E-Mail
Montag, den 07. Mai 2012 um 15:46 Uhr

Muslime beten am Samstag vor der islamischen Koenig-Fahd-Akademie in Bonn unter Beobachtung von Polizisten während einer Kundgebung gegen eine Wahlkampfaktion der rechtsextremen Partei Pro NRW. ©Foto: Hermann J. Knippertz/dapdFrankfurt/Bonn. Nach den neuen Ausschreitungen durch radikalislamische Salafisten in Bonn ist gegen einen mutmaßlichen Islamisten wegen dreifachen versuchten Mordes an Polizisten Haftbefehl erlassen worden. Der 25-jährige Türke aus dem Werra-Meißner-Kreis räume den Angriff auf zwei Polizeibeamte ein, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Montag unserer Nachrichtenagentur dapd.

Eine Tötungsabsicht bestreite er aber. Der Mann sei wegen gefährlicher Körperverletzung polizeibekannt aber nicht vorbestraft. Der 25-Jährige wurde in Deutschland geboren.

Bei der Eskalation am Samstag vor einer saudi-arabischen Schule soll er zwei Polizisten per Messerstich schwer verletzt haben. Eine weitere Attacke soll gescheitert sein. Die beiden verletzten Polizisten mussten operiert werden und sind außer Lebensgefahr. Insgesamt waren 29 Polizisten verletzt worden. Mehr als 100 Personen wurden festgenommen. Die Lage war außer Kontrolle geraten, als Anhänger von Pro NRW erneut umstrittene Mohammed-Karikaturen hochgehalten hatten.

Die Staatsanwaltschaft geht sowohl bei der Gewaltaktion in Solingen am Dienstag als auch bei der in Bonn von geplanten Aktionen aus. Dem auf einem Video festgehaltenen Tatgeschehen zufolge handele es sich um gezielte Angriffe auf Polizeibeamte, sagte Faßbender. Am Montag und Dienstag sollte es weitere Kundgebungen von Pro NRW in Nordrhein-Westfalen geben.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kündigte am Montag ein striktes Durchgreifen an. "Wir werden diese Angriffe auf den Rechtsstaat und unsere Polizisten nicht dulden und den Druck sowohl gegen Pro NRW als auch gegen die Salafisten maximal erhöhen", sagte Kraft der "Bild"-Zeitung (NRW-Ausgaben vom Montag). Dazu gehörten Platzverbote für gewalttätige Salafisten. Anhänger der rechten Splitterpartei Pro NRW sollten islamkritische Karikaturen nicht mehr zeigen dürfen.

Muslime verurteilen Gewalt

Der Zentralrat der Muslime hält die Einflussmöglichkeiten auf Salafisten für gering. "Der Einfluss auf Extreme und Extremisten ist in der Tat überschaubar", sagte der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, dem Radiosender "WDR2". Die mehrheitlich friedlich lebenden Muslime und die große Mehrheit der Bevölkerung würden deren Verhalten ablehnen. "Wir verurteilen die Gewaltanwendung bei der Gegendemonstration in aller Form und distanzieren uns ausdrücklich von den Extremisten, die meinen, Selbstjustiz anzuwenden oder die Polizei anzugreifen."
(Fabian Wahl/dapd-hes)

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