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Radierungen von Per Kirkeby in Kassel Drucken E-Mail
Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 14:03 Uhr

Kassel. Das Museum Schloss Wilhelmshöhe in Kassel zeigt ab Freitag (11. Mai) Radierungen von Per Kirkeby. Die Ausstellung "Neuland" wolle diesen weniger bekannten Teil des Schaffens des für seine Gemälde und Backsteinskulpturen bekannten Künstlers beleuchten, sagte die Kuratorin Christiane Lukatis am Donnerstag. Dabei umfasse das druckgrafische Werk des 1938 geborenen Dänen allein mehr als 1.000 Radierungen. Die Kasseler Ausstellung zeigt rund 150 Arbeiten. Sie ist bis 12. August geöffnet.

Den Kern der Ausstellung bilden Arbeiten aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel, der zuletzt um einige großformatige Radierungen aufgestockt wurde, wie Lukatis berichtete. Manche von ihnen messen 2,30 mal 1,30 Meter, bieten also eine für Radierungen ungewöhnliche Fläche.

Im großen wie im kleinen Format zeigen Kirkebys Radierungen oft in ihrer Kargheit eindrucksvolle Küstenlandschaften und schroffe Felsformationen oder Querschnitte durch das Erdreich wie in geologischen Studien. Unter den schwarz-weißen Arbeiten stechen Tafeln mit bunten Blüten hervor.

Expeditionen in Grönland

Die frühen Radierungen auf kleinformatigen Zinkplatten entstanden nach Auskunft der Kuratorin bei Expeditionen in Grönland, die Per Kirkeby Anfang der 1960 Jahre als Geologiestudent unternahm: "Dies zarten Notate einer grandiosen, menschenleeren Naturkulisse beeindrucken durch ihre Unmittelbarkeit."

Einerseits habe Kirkeby damit motivisch Neuland betreten, sagte Lukatis. Andererseits habe der Künstler seine Druckplatten bis zu zehn oder zwölf Mal überarbeitet: "Schicht für Schicht überlagern sich Ideen, Notizen und Erinnerungen." Die Besucher der Ausstellung könnten diese Überarbeitungen im Nebeneinander der Radierungen nachvollziehen und sich die Arbeiten ihrerseits wie Geologen erschließen, sagte Lukatis.

Flankiert werden die Kirkeby-Werke aus dem eigenen Bestand von Leihgaben aus anderen Häusern, einer Neuerwerbung des Künstlers Olafur Eliasson und Radierungen von Künstlern wie Dürer und Rembrandt. Damit soll anschaulich werden, in welcher Tradition Kirkeby mit seinen Radierungen steht, fügte Lukatis hinzu. (dapd-hes)

Per Kirkeby in acht Daten

- Geboren am 1. September 1938 in Kopenhagen

- 1957 bis 1964 Studium der Geologie mit Expeditionen nach Grönland, Promotion zur arktischen Quartärgeologie

- 1963 erstmals Radierungen auf Zinkplatten in grönländischer Landschaft

- Seit 1970er Jahren Backsteinskulpturen und Ölgemälde

- 1978 Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

- 1987 Thorvaldsen-Medaille

- 1989 Professor an der Städelschule Frankfurt am Main

- Mehrmals vertreten bei der Biennale Venedig und documenta in Kassel

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 10. Mai 2012 um 18:18 Uhr
 

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