Kolumne
DIE ADVENTSKOLUMNE: Ein Lichtlein Drucken E-Mail
Sonntag, den 18. Dezember 2011 um 08:32 Uhr
DIE ADVENTSKOLUMNE: Ein Lichtlein ©Alexander WittkeSchwalmstadt. „Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast Du Weihnachten verpennt!" So lautet eine ironische Version des Weihnachtsgedichtes „Advent, Advent ein Lichtlein brennt...“ Der Lichter brennen zwar viele, die amerikanische Beleuchtungskultur hat deutsche Vorgärten und Wohnzimmerfenster längst überrollt und wenn es LED-Birnchen sind, kostet das Ganze ja auch (fast) nichts mehr. Aber Hand aufs Herz, wer war innerlich schon vier Wochen lang in Adventstimmung und ist jetzt bereits gedanklich bei Weihnachten angekommen?

Die Weihnachtsmärkte in der Region haben alles versucht, uns die frohe Botschaft etwas näher zu bringen, geblieben ist - bei nasskalten Temperaturen - zumindest die Erinnerung an den einen oder anderen guten Glühwein bzw. Punsch und die Erkenntnis, dass sich Christbaumkugeln, Weihnachtsmänner und Kerzenständer aus dem Erzgebirge in den letzten Jahren nur sehr unwesentlich verändert haben. Ein wenig ist alles Gewohnheit geworden, der Weihnachtskick bleibt aus und wenn statt Schnee erst Sonne und schließlich Regen die Großwetterlage bestimmen, fehlt das, was wir in unseren romantischen Gedanken mit Weihnachten verbinden.

Immerhin ist das tatsächliche Ereignis, um das es dieser Tage geht, nicht das Schmücken des Weihnachtsbaumes und das Besorgen möglichst vieler und möglichst großer Geschenke, sondern die Geburt eines – unbestritten – außergewöhnlichen Menschen. Und dieser kam inmitten von Schafen und Kühen in einer ziemlich warmen Gegend, gänzlich ohne Weihnachtsbäume und Kerzenständer aus den Bergregionen Sachsens aus.

Um an eine frohe Botschaft zu denken, bedarf es also weder Eiszapfen, noch Schneeglätte – außer man hat eine Autowerkstatt und ein schlechtes Jahr hinter sich. Die frohe Botschaft besteht auch nicht darin, dass wir mit gesunder Kauflaune die Wirtschaftskrise in Deutschland einfach weggekauft haben obwohl uns ausgerechnet zu Weihnachten – zum Leidwesen des Einzelhandels – doch ein wenig die Puste ausgeht. Es sollten aber auch nicht die schlechten Botschaften dominieren, von wegen, dass der Höhepunkt der Euro-Krise - nach überwundener Wirtschaftskrise – erst noch bevorsteht. Die frohe Botschaft ist ganz einfach: Frieden, Wärme und Licht – vor allem in den Herzen…

Fröhliche Weihnachten!

Ihr Rainer Sander

 
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