Kolumne
DIE KOLUMNE: Frauen und Männer Drucken E-Mail
Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 07:34 Uhr
Rainer SanderSchwalmstadt. Seit Mario Barth wissen wir, dass es einen Unterschied gibt zwischen Mann und Frau. Und wer mehr Mario Barth hört, kennt mehr Details, in denen sich die Geschlechter voneinander unterscheiden. Wer weniger Mario Barth hört, hat es entweder schon immer geahnt, dass nicht alles gleich ist, ist schwul oder einfach egoistisch genug, so dass ihm die Differenzen gleichgültig sind.

Ich höre Mario war deshalb nicht mehr, weil irgendwann einfach mal alles zu diesem Thema gesagt ist.

Im Karneval haben die Witze über das Verhältnis zwischen Mann und Frau inzwischen inflationär zugenommen. In manchen Sitzungen gibt es in den Büttenreden überhaupt keine anderen Witze mehr. Auch wenn das Vorbild Mario Barth inzwischen selbst immer „flacher“ wird, sinkt die Gürtellinie in den Büttenreden allerdings dramatisch schnell und dramatisch tief. Und in Bodennähe – im Bereich der Kakerlaken – zerfällt dann auch der Humor zu Staub...

Es ist also nicht alles nur schön, was der heimische Karneval so produziert. Aber irgendwann sind alle Witze wohl bereits erzählt. Wenn der Alltag – vor allem durch männliche Büttenredner – nur noch als peinliche Katastrophe zwischen sexuellem Unvermögen und Fettleibigkeit der Ehefrauen dargestellt wird, gleicht dies ein wenig der Fahrt der Costa Concordia entlang des Felsenriffs.

Aber am 16. Februar wird die Weiblichkeit zurückschlagen, dann ist Weiberfastnacht und der „Tag des Abschneidens“ – von Krawatten.

Ihr Rainer Sander

 
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