Kolumne

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DIE KOLUMNE: Alle Wetter Drucken E-Mail
Freitag, den 10. Februar 2012 um 19:55 Uhr
Rainer SanderSchwalmstadt. Ja was nun? Der mildeste Januar seit es Schneeflocken gibt? Der kälteste Februar seit es Wetter gibt? Meteorologen und Statistiker bemühen außerordentlich gerne Superlative und Alleinstellungsmerkmale für markante Wetterphänomene. Und tatsächlich scheinen Thermometer, Wind und Niederschläge seit ein paar Jahren die Extreme zu lieben. Auch die Emotionen sind dabei extrem: während die Messstatistik eine Klimaerwärmungoffenbart, bewegen wir uns gefühlt längst in Richtung einer neuen Eiszeit. 

Vier Jahreszeiten gibt es unseren Breiten: zwei in denen das Wetter mal so und mal so sein sollte, mäßig nass, mäßig warm, mäßig sonnig, aber auch ein wenig nebelig; eine Jahreszeit, die sonnig und zum Baden im Freien geeignet ist; schließlich eine vierte, weiß wie Schnee und kalt, so wie das einfach zu Weihnachten gehört, mit einsamen Skispuren in verschneiter Landschaft und Futterhäuschen für die Vögel.

Die gefiederten Freunde sind indes so durcheinander, dass einige gar nicht mehr in den Süden fliegen und beim aktuellen Kälteeinbruch dieser Wochen noch fluchtartig Mitteleuropa in Richtung Mittelmeer verlassen haben. Die ersten Opfer des Klimawandels? Richtige Winter sind bereits seit 20 Jahren Mangelware und offensichtlich nicht nur die Menschenkinder haben sich daran gewöhnt, den Winter mit Herbstjacke und Halbschuhen zu überleben. Gerade in solchen Jahren kommt die Winterreifenpflicht aber nun auch noch die sibirische Kälte.

Dem Wehklagen über Matsch, drohende Insektenplagen im Frühjahr, Milde und Nässe folgt nun das Wehklagen über eiskalte Finger, eiskalte Füße und eiskalte Ohren – ach ja: und eiskalte Nasen. „Niemand braucht solch ein Wetter“, hat ein Freund von mir auf Facebook geschrieben, dabei ist noch nicht einmal eine einzige Schneeflocke gefallen.

Tausende von Umweltaktivisten müssten bei diesen Temperaturen in Verzückung geraten. Dem Klimawandel zum Trotz ein paar kalte Tage! Hurra? Nein, denn das Schlimmste, was den Klimakatastrophen-Wissenschaftlern, Umweltprogramm-Politikern und Regenerativ-Wirtschaftswunder-Lobbyisten passieren könnte wäre, dass der Klimawandel wegen Kälte ausfällt… Die gesamte Klimaforschung an Instituten und Universitäten, globale politische Neu-Ausrichtungen und nationale sowie weltweite Konjunkturprogramme würden zusammenbrechen. Und das gemeinsam mit der Eurokrise. Ein weltwirtschaftliches Desaster würde sich anbahnen.

Also auf die Straße:für einen beschleunigten Klimawandel und gegen die Diktatur der Jahreszeiten! Sonnenbrand statt Frostbeulen!

Ihr Rainer Sander
 
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