Kolumne
DIE KOLUMNE: Drohnen Drucken E-Mail
Donnerstag, den 03. Juli 2014 um 18:46 Uhr

Rainer SanderSchwalmstadt. Eigentlich sind Drohnen männliche Bienen, die zu nichts nutzen, außer Königinnen zu begatten und damit neue Bienenschwärme schaffen. Von den weiblichen Bienen umgebracht, endet das kurze Leben einer Drohne jäh. Wer heute von Drohnen spricht, meint auch etwas Fliegendes, jedoch keine gelb-schwarzen Insekten. Seit einigen Kriegen spielen Drohnen eine wichtige Rolle.

Flugzeuge, in denen weder Pilot noch Copilot sitzen, die dennoch ans Ziel fliegen und dabei Operationen ausführen. Sie transportieren Explosives dorthin, wo bemannte Flugzeuge zu auffällig, zu gefährlich, zu aufwändig wären. Ferngesteuert befruchten diese Drohnen mitnichten Königinnen – im Gegenteil: sie könnten so manchen „Fürsten“ hinterrücks meucheln.

Vielleicht lenkt ein Mensch solche Kampfmaschinen aus der Ferne, vermutlich aber erledigt das ein Computer, der das Fluggerät auf den berechneten Kurs steuert. Diese Dinger sind Realität und haben längst eine Menge Bomben abgeworfen oder Raketen abgefeuert. Die Frage, wie menschlich solch ein Krieg sein kann, beschäftigt derzeit Europa.

Er könnte - mit dem Joystick geführt – recht einfach werden. Mal schnell eine Bombe irgendwohin schießen? Computer an! Dabei wird die Diskussion hierzulande so geführt, als würde es um die Erfindung der Drohne gehen, um Nachbarn leichter überfallen zu können. In einer globalisierten Welt sind alle Nationen Nachbarn und beispielsweise diejenigen, die uns perfekt ausspionieren, haben bereits Drohnen. Und anders als bei Atombomben ist diese Technologie irgendwann von jedem reproduzierbar.

Das, was Logistikunternehmen im Kleinen planen, um Pakete zuzustellen, ist mit entsprechendem Aufwand auch im Großen möglich. Schön, wenn man Satelliten zum Steuern hat, aber das weltweit verfügbare GPS sollte auch reichen. Erst wenn Drohnen und Atombomben zueinander finden, wird es richtig interessant und wenn alles in falsche Hände gerät, extrem spannend. Ich könnte mir Staaten vorstellen, die sich weniger Gedanken darüber machen, wie präzise eine Drohne funktioniert...

Es geht in Europa kaum darum, eine Technologie zu verhindern, sondern nur noch darum, frühzeitig zu besitzen, was alle anderen sowieso irgendwann nutzen werden. Wenn die Computerspezialisten ihren Job gemacht haben, reichen am Ende zwei Generäle, um den 3. Weltkrieg allein zu führen. Mit etwas Naivität kann man noch daran glauben, dass dann eine einzige dritte Person – der Held in der Geschichte - ausreicht, um das GPS einfach abzuschalten und damit den Krieg wieder zu beenden.

Ihr

Rainer Sander

nh24 bei facebook: facebook.com/nh24de

 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 3 von 109

 

Valid XHTML & CSS | Template Design ah-68 | Copyright © 2009 by NH24