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Fritzlar: Krankenhaus nach Brand geräumt Drucken E-Mail
Samstag, den 15. Juli 2017 um 00:46 Uhr

©Foto: nh24 | Wittke-FotosFRITZLAR. In der Nacht zu Samstag kam es im »Hospital zum Heiligen Geist« im nordhesssischen nh24 FotostreckeFritzlar zu einem folgenreichen Brand. Bis auf die Patienten der Intensivstation wurde das Krankenhaus komplett geräumt.

Wie ein Polizeisprecher in Kassel sagt, waren zum Zeitpunkt des Brandes 133 Patienten in dem Haus untergebracht. Über die Anzahl der Beschäftigen war zunächst nichts bekannt. Mehrere Patienten erlitten durch den Brand leichte Rauchgasvergiftungen, bei anderen Patienten verschlechterte sich der Gesundheitszustand im Laufe der Nacht.

Brandmeldeanlage hatte ausgelöst

Gegen 0:09 Uhr hatte die Brandmeldeanlage des Hauses ausgelöst, wie Stadtbrandinspektor Hartmut Hucke berichtet. Bei Eintreffen der ersten Feuerwehrleute schlugen Flammen aus einem Zimmer direkt gegenüber der »Turmschänke«, außerdem drang dichter Rauch aus dem Gebäude. Der Flur auf der von dem Brand betroffenen Station war vollkommen verraucht und stand den Patienten als Fluchtweg nur zu Beginn des Feuers zur Verfügung. Bettlägerige Patienten waren vollkommen hilflos in dem Gebäude gefangen. »Absolute Priorität hatte für uns die Menschenrettung«, so Hucke. Zwölf Patienten konnten sich auf das Dach retten und mussten über Steckleitern und später mit der Drehleiter evakuiert werden. Andere verließen das Haus über die Fluchtwege, einige wenige sprangen aber auch aus den Fenstern. Die Drehleiter konnte erst später in Stellung gebracht werden, da erst zu dicht am Haus stehende Bäume gefällt und Äste entfernt werden mussten, bevor Feuerwehrleute mit ihr Patienten vom Dach und Balkon des Gebäudes retten konnten.
»Die Evakuierung der Patienten lief sehr geordnet ab, das geht auch nicht anders«, so Hucke. Gemeinsam mit dem Krankenhauspersonal haben seine Leute die Patienten aus dem Haus gebracht. Das Feuer wurde schnell lokalisiert und durch Trupps im Innenengriff gelöscht. Bettlägerige Patienten brachten Helfer über weiter vom Brandherd entfernte Aufzüge aus dem Gebäude in den Bereich der Liegendeinfahrt des Krankenhauses.

Fast 200 Rettungsdienstler im Einsatz

Neben 85 Feuerwehrleuten waren knapp 200 Helfer des DRK und anderer Hilfsdienste, auch aus benachbarten Landkreisen, im Einsatz. Landrat Winfried Becker, der sich ebenfalls vor Ort ein Bild von der Lage machte, ließ umgehend die Technische Einsatzleitung des Landkreises alarmieren. Die Besatzung des neuen Einsatzleitwagens (ELW 2) des Landkreises bezog Stellung auf dem Gelände eines Einkaufszentrums.

Dr. Hartmut Lotz und Dr. Andreas Hettel, beides Leitende Notärzte des Landkreises, sowie mehrere Organisatorische Leiter Rettungsdienst sorgten Hand in Hand mit den Führungskräften der Feuerwehr für einen reibungslosen Ablauf der Evakuierung, des Transportes und der Unterbringung der Patienten. Etwa 20 Patienten hatten sich selbst »entlassen«. Alle übrigen wurden zunächst im Bereich der Liegendeinfahrt des Krankenhaueses und in der nahen Stadthalle untergebracht. In beiden Bereichen verschlechterte sich der Zustand weniger Patienten, die dann umhegend in andere Krankenhäuser verlegt werden mussten. Einige brachte man direkt vom Patientensammelplatz an der Turmschänke in ihre »Ursprungskliniken« zurück. Später verteilte man die Patienten auf umliegende Krankenhäuser und aus der Liegendeinfahrt in die ehemalige Cafeteria des Krankenhauses. In der Nacht war noch unklar, ob Teile des Krankenhauses schnell wieder belegt werden können. »Dies müssen wir von Messungen der Schadstoffe in der Luft abhängig machen«, sagte Hucke.

In der Stadthalle, in der Liegendzufahrt des Krankenhaues und später in der Cafeteria kümmerten sich zahlreiche Helfer des DRK, das Krankenhauspersonal und Notärzte um die Patienten.

Der durch den Brand entstandene Schaden kann noch nicht beziffert werden. Auch die Brandursache steht noch nicht fest. Beamte der Homberger Kripo haben die Ermittlungen aufgenommen.

Der Einsatz vieler Helfer dauert zum Berichtszeitpunkt noch an. Bei neuen Informationen berichten wir nach. (wal)

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